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„Fernwärme, Geothermie & Co“ in der Villa Meixner zu Gast

Nachricht vom: 23.09.2009

Erstmals „Energietag“ in Brühl:
Die Referenten Energieberater Helmuth Damian, Sabine Pierau von GeoEnergy, Hansgeorg Schneider (MVV) und Willi Parstorfer (EnBW) mit Bürgermeister Dr. Göck bei der Eröffnung

Die Referenten Energieberater Helmuth Damian, Sabine Pierau von GeoEnergy, Hansgeorg Schneider (MVV) und Willi Parstorfer (EnBW) mit Bürgermeister Dr. Göck bei der Eröffnung

Mit Fernwärme und Geothermie wurden beim Energietag in Brühl zwei Themen angesprochen, die derzeit in der Hufeisengemeinde hochaktuell sind. Außer dem geplanten Bau eines Geothermiekraftwerks im Brühler Süden und dem Ausbau der Fernwärmeversorgung in Rohrhof und Brühl waren aber auch die Erdgasversorgung, die Einsparung von Strom, die Erzeugung von Strom aus Sonnenlicht und die energetische Sanierung von Wohngebäuden Themen der Veranstaltung, die Teil des dritten landesweiten Energietag war. Ziel ist dabei, im Hinblick auf den Klimaschutz die erneuerbaren Energien und den sinnvollen und verantwortungsbewussten Umgang mit Energie zu fördern.
In seiner Eröffnungsansprache warb Bürgermeister Dr. Ralf Göck nicht nur für die Fernwärme („sicher, umweltfreundlich und sauber“), sondern auch dafür, das „Energiesparen“ nicht zu vergessen. Hierfür könne jeder einzelne etwas tun, wies er auf die vielfältigen Möglichkeiten hin, die auch über Broschüren aufgezeigt wurden. Weiter stellte Dr. Göck die Partner der Gemeinde vor, die im Rahmen des Energietags den Brühler Bürgerinnen und Bürgern fundiert Rede und Antwort standen: Die MVV Energie AG für die Bereiche Erdgas und Fernwärme, für Solarstrom und Stromsparen die EnBW, Mitarbeiter der GeoEnergy, Karlsruhe, zum Thema Geothermie-Kraftwerk und Helmuth Damian als Gebäudeenergieberater.
Zusätzlich wurde nachmittags das Haus Nibelungenstraße 12 gezeigt, das in diesem Jahr umfangreich saniert und mit Wärmeschutz versehen wurde. Fragen der interessierten Teilnehmer dieser Besichtigung beantworteten Architekt Helmut Baur und Gebäudeenergieberater Damian vor Ort. Bewohnerin Gerda Höflich äußerte ihre Zufriedenheit vor allem auch darüber, dass neben dem Wärmeschutz auch der Lärmschutz mit den neuen Fenstern beachtlich sei: in der Tat hörte man nach dem Schließen der (dreifach verglasten) Balkontür den vorbeifahrenden Bus nicht mehr.
Auch sonntags kamen trotz des schönen spätsommerlichen Wetters, das zu Aktivitäten im Freien geradezu herausforderte, bis zum Ende der Veranstaltung zahlreiche Interessierte in der Villa Meixner, um sich umfassend über die angebotenen Themen informieren zu lassen. Vor allem interessierte die Fernwärme: hier wurde Interessenten, die außerhalb aber am Rande der Ausbaugebiete wohnen empfohlen, Kontakt zu ihren Nachbarn aufzunehmen, um sozusagen Einkaufsgemeinschaften zu bilden: „Bei entsprechender Nachfrage bauen wir auch aus“, berichtete Karin Saib-Bauer mit Hinweis auf ein Beispiel aus der Geierstraße, wo dies gelang. Trotz der Erdbebenereignisse in Landau hielten sich die kritischen Anmerkungen zum Geothermiekraftwerk am Wochenende in engen Grenzen. Die Faszination, hier eine unerschöpfliche und dennoch „saubere“ Energiequelle anzuzapfen, überwog, allerdings wünschte man sich mehr Informationen über Gesteinsschichten, Verfahrensarten und die Erdbebenwahrscheinlichkeit, was die Betreiber auch zusagten.

 

Einen „anfaßbaren“ Fernwärmeanschluß zeigte die MVV, für den sich viele interessierten

Einen „anfaßbaren“ Fernwärmeanschluß zeigte die MVV, für den sich viele interessierten

 


 

Auskünfte zum Stromsparen und zu Solaranlagen gab die EnBW
 

 

Mittels zahlreichen Schaubildern und persönlich wurde über Geothermie informiert