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Portrait der 'Hufeisengemeinde'

Brühl - naturnahe Wohngemeinde rechts und links am Rhein

 Brühl ist mit über 14.000 Einwohnern eine der attraktivsten Gemeinden in der Mitte der Europäischen Metropolregion Rhein-Neckar. Die Gemeinde bietet Raum für Menschen, die ruhig wohnen möchten und die Naherholungsmöglichkeiten am Rhein sowie die gute Nahversorgung in den Ortskernen von Brühl und Rohrhof schätzen. Das lebendige Miteinander einer überschaubaren Gemeinde und die Nähe zu den pulsierenden Städten Mannheim, Heidelberg und Speyer ergänzen sich perfekt.

 Brühl umfasst eine Gemarkungsfläche von 1.019 Hektar, davon entfallen fast 400 Hektar auf die linksrheinische Kollerinsel. Aber nicht nur sie steht komplett unter Landschaftsschutz, auch rechtsrheinisch stehen 300 Hektar unter Natur-, Landschafts- oder FFH-Schutz. Diese Rückzugsgebiete für Pflanzen und Tiere geben den Raum für die beliebten Naherholungsmöglichkeiten der Menschen: Auf markierten Fahrrad-, Wander- und Spazierwegen sind die Rheinauen ganz einfach zu erreichen, und dort sind die zahlreichen Anglerseen am Altrhein und die absolut „grüne“ Kollerinsel, die über die traditionelle Kollerfähre zu erreichen ist, besonders schöne Plätze.

Die Mischung aus gut ausgebauter Infrastruktur, zahlreichen Vereinen sowie die Naherholungsmöglichkeiten „direkt vor der Haustür“ macht die besondere Wohnqualität der Gemeinde Brühl aus, die zum Rhein-Neckar-Kreis gehört.

Die "Hufeisengemeinde", wie Brühl aufgrund seines Wappens auch genannt wird, liegt aber auch in einem der wichtigsten wirtschaftlichen Verdichtungsräume Deutschlands. Das benachbarte Oberzentrum Mannheim (15 km nördlich) und das nahe Heidelberg(20 km östlich) bieten ein überregionales Angebot an Arbeitsplätzen und Einkaufsmöglichkeiten, national und international bekannte Theater und Museen und sind mit dem PKW in wenigen Minuten erreichbar. Wer dort arbeitet und in Brühl wohnt, spart eine Menge Fahrtkosten, aber vor allem auch Fahrzeit, und kann seine Freizeit länger genießen, etwa auch auf dem Schlossplatz, in dem kulturhistorisch bedeutenden Schloss oder in dem sogar zum UNESCO-„Welterbe“ kandidierenden Schlossgarten in der Nachbarstadt Schwetzingen.

Brühl besitzt einen Direktanschluss an die Autobahn A 6, an die Bundesstraßen 36 und 535 sowie an die Landesstraßen 599 und 630, ist also durch das überregionale Straßennetz sehr gut erschlossen. Der öffentliche Personennahverkehr ist gut ausgebaut. Neben den Busverkehren gibt es bald Haltestellen für die S-Bahn in dem benachbarten Schwetzinger Ortsteil Hirschacker und der Schwetzinger Nordstadt.

Dass man in Brühl Wert darauf legt, den Verkehr lieber fließen zu lassen als anzuhalten, das zeigt die große Anzahl von Kreisver­kehren – und nicht nur die Kreisel-Trilogie mit den Fleckenstein- Kunstwerken beweist, dass hier Kunst im öffentlichen Raum seinen Platz hat.

Doch nicht nur der motorisierte Verkehr fließt in Brühl, auch Bits und Bytes sind auf der Datenautobahn flott unterwegs – in Brühl kann man mit bis zu 100 MBit/s im Internet surfen…

 Kurzer Überblick über die Geschichte

Die schriftlich überlieferte Geschichte der Gemeinde Brühl beginnt mit der ersten Erwähnung in einer Urkunde des Bischofs Gunther von Speier im Jahre 1157 („Bruowele“, das heißt „am Wasser gelegenes Wald- und Wiesenstück“). 2007 wurde die Geschichte zum 850. Geburtstag in einem historischen Festumzug lebendig.

Der Name ist keltischen Ursprungs, was auf eine längere Geschichte Brühls hindeutet. Möglicherweise ist das Urdorf in den Stürmen der Völkerwanderung untergegangen und von den Bewohnern verlassen worden. Auf der Suche nach einer neuen Heimat könnten diese sich dann im Ried nördlich davon niedergelassen und Rohrheim (das heißt: „Heim im Röhricht“) gegründet haben. Die erste schriftliche Erwähnung dieses heutigen Ortsteils Rohrhof findet sich im Jahre 976 in einer Schenkungsurkunde des Kaisers Otto II. an den Bischof von Worms.

Brühl blieb zunächst in der Hand des Bistums Speyer. Um 1405 taucht aber auch eine Urkunde des Grafen Heinrich von Handschuhsheim auf, der einen Lehensrevers gegen den Bischof von Speyer unterschrieben hatte, der ihm Rechte unter anderem "über das Gericht zu Edingen und Brühel" sicherte. 1423 hat diesen weltlichen Besitz der Pfalzgraf bei Rheyn erworben. Zwischen diesen beiden Herren, dem Bischof von Speyer und dem Pfalzgrafen, spielte sich in den nächsten Jahrhunderten der Kampf um den Besitz von Brühl ab.

1709 verzichtete der Bischof von Speyer auf seine Brühler Rechte, so dass nun Brühl und Rohrhof kurpfälzisch waren. Seit 1878, als die Kurpfalz längst badisch geworden war, bilden Brühl und Rohrhof eine Gemeinde und die beiden Ortsteile sind heute zu einer Einheit verschmolzen.

Vor dem 20. Jahrhundert waren die Brühler überwiegend Bauern und Fischer. Mit der Industrialisierung fanden viele in Brühler Betrieben, etwa den Ziegeleien,  aber noch mehr in den Fabriken im nahen Mannheim Arbeit.

 Gleichzeitig stieg die Einwohnerzahl durch Zuwanderungen beträchtlich an. Von 890 Einwohnern im Jahre 1880 über 1.700 im Jahre 1910, 3.489 im Jahre 1925 über 5.648 im Jahre 1950 zu 11.967 im Jahre 1976 und etwa 14.000 seit 1993. Diese Entwicklung war insbesondere nach dem 2. Weltkrieg mit einer stürmischen Bautätigkeit verbunden.

Gut ausgebaute Infrastruktur

Mit steigender Bevölkerungszahl wuchsen auch die Ansprüche an die öffentlichen Einrichtungen. Es entstanden für die sportliche Betätigung mehrere Sporthallen, zwei Fußball-Stadien mit Leichtathletik-Bahnen, eine Reitanlage und Tennisanlagen.

 Das beheizte Freibad mit neu saniertem Kinderplanschbecken und das Hallenbad sind weitere Anziehungs­punkte für die Freizeitgestaltung für Kinder, Familien und Senioren.

 Für alle Generationen etwas geboten

Für die Kinderbetreuung engagiert sich Brühl in besonderer Weise und steht bei der Kleinkindbetreuung an der Spitze im Rhein-Neckar-Kreis.

 Die örtlichen Spielplätze sind stets gepflegt, der schönste liegt in dem idyllischen Steffi-Graf-Park, der Brühls Ehrenbürgerin gewidmet ist, die in Brühl ihre Kindheit verbrachte und dann zu Deutschlands erfolgreichster Tennisspielerin wurde.

 Außerdem gibt es Kernzeit- und Hort-Betreuungsgruppen an beiden Grundschulen, verknüpft jeweils auch mit Hausaufgaben­betreuung.

 Brühl verfügt über die Jahn-Grundschule und die Schiller-Grund- und Hauptschule sowie die gemeinsam mit Ketsch betriebene, weiterführende Marion-Dönhoff-Realschule.

 Den älteren Menschen gilt die besondere Sorge der Gemeinde: es gibt altengerechte Wohnungen, betreutes Wohnen und zwei Seniorenheime. Immer wieder werden die Senioren zu öffentlichen Anlässen eingeladen, und über das von der Gemeinde organisierte „Netzwerk für ältere Menschen“ sowie die Nachbarschaftshilfe werden sie auch im Alltag nicht alleine gelassen.

 Dafür sorgen auch die zahlreichen Vereine und Organisationen, in denen sich alle Generationen engagieren und betätigen können: Von A wie Aquarienfreunde über G wie Gesangverein bis hin zu Z wie Zupferey reicht das umfangreiche Vereinsangebot, das sportliche, geistige, kulturelle oder auch „tierische“ und musikalische Betätigung ermöglicht.

 Für die kulturellen Aktivitäten der Gemeinde und der Vereine stehen eine gut sortierte Gemeindebücherei, das Kultur­zentrum Villa Meixner mit seinem malerischen Jugendstil-Garten sowie die neu sanierte Festhalle mit Sälen, die bis zu 500 Menschen Platz bieten. Das Kulturprogramm der Gemeinde mit zahlreichen Veranstaltungen von der Kunstausstellung bis zum Kleinkunstabend, vom Gesundheitsforum bis hin zum Kabarett mit überregionalen Größen wie Chako Habekost und Bülent Ceylan sucht seinesgleichen in der Region.

  Und auch die Brühler und Rohrhofer feiern immer öfter unter freiem Himmel: Nicht nur in der Grillhütte und entlang des Weidwegs, der zum Rhein führt, finden im Sommer stimmungsvolle Feste statt. Ein Straßenfest im Rohrhofer Ortskern und die Straßenkerwe in Brühl ziehen im Sommer viele Menschen aus der Rhein-Neckar-Region an, während im Frühjahr der beliebte Fastnachtsumzug ein besonderer Anziehungspunkt ist.

 Und dass jeder in Brühl und Rohrhof sicher leben kann, dafür sorgen neben dem Polizeiposten Brühl die Freiwillige Feuerwehr und das Rote Kreuz. Beides sind mit die stärksten Gruppen im Rhein-Neckar-Kreis.

 

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