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Kontakt zur Wirtschaft

Nachricht vom: 19.11.2008

Die Gesprächsreihe "Mit der Wirtschaft im Gespräch" ist eines der Mittel zur Kontaktpflege zwischen Bürgermeisteramt und örtlichen Betrieben. Diese Wirtschaftsgespräche finden i.d.R. zweimal jährlich statt.

Von der Pike auf gelernt ...

Sie wurde nicht frisch von der Hochschule als Chefin auf das Unternehmen gesetzt, sondern hat ihren Beruf von der Pike auf gelernt, dann studiert und danach selbst einen Betrieb gegründet. Das ist der Werdegang von Steuerberaterin Karin Konopniak, in deren Kanzlei das zwanzigste Wirtschaftsgespräch der Gemeinde Brühl stattfand.

Nach Abitur und Steuergehilfenausbildung musste sie als Berufsanfängerin die Geschäfte ihrer Ausbildungskanzlei nach einem Unfall des Inhabers für eine gewisse Zeit alleine führen. In dieser Zeit reifte der Gedanke, eines Tages selbst eine eigene Kanzlei zu führen. Nachdem sie die Verantwortung wieder an den Inhaber abgeben konnte, meldete sie sich zum BWL-Studium in Worms – Fachrichtung Steuerwesen – an und setzte somit den ersten Schritt in ihre Selbständigkeit.

Inzwischen ist die Diplom-Betriebswirtin schon zehn Jahre selbständig und die Kanzlei besteht aus acht Mitarbeitern und betreut 400 Mandanten. Diese sind mittelständische Unternehmen ebenso wie Handwerksbetriebe und Freiberufler. Privatpersonen werden in sämtlichen Steuerangelegenheiten beraten, von der einfachen Einkommensteuererklärung bis hin zur Optimierung der Erbschaft- u. Schenkungsteuer.

Dabei wird nicht nur die Steuererklärung erledigt, es wird auch versucht, dem Mandanten die komplexen Sachverhalte in verständlicher und umsetzbarer Form zu erläutern und Lösungen auch über das Steuerrecht hinaus aufzuzeigen. Die enormen Datenmengen, die in einem Unternehmen zur Verfügung stehen, sollen schließlich nutzbringend eingesetzt werden. Bestehen Spielräume für Investitionen, wie steht mein Unternehmen im Branchenvergleich da, gibt es Fördermöglichkeiten für mein Unternehmen, welche Bedingungen sind daran gekoppelt? Zu diesen und anderen Fragen werden Beratung und Hilfe angeboten. Dabei liegt es auf der Hand, dass bei Gesprächen über diese wichtigen und weit reichenden Punkte auch die Chemie zwischen Beraterin und Mandant stimmen muss.

Ein weiteres Beratungsfeld ist die Unternehmensnachfolgeberatung. Dieser Punkt ist Karin Konopniak sehr wichtig geworden, oft geht es hier nicht nur um den Erhalt von Werten, stehen doch vielfach auch Arbeitsplätze auf dem Spiel, wenn die Nachfolgefrage nicht rechtzeitig und mit den notwendigen Kenntnissen angegangen wird. Eine berufliche Qualifizierung zur Fachberaterin für Unternehmensnachfolge wurde deshalb in 2008 erfolgreich abgeschlossen.


Nach diesem ersten Teil des Gespräches konnten die Teilnehmer sich bei einem vom örtlichen Party-Service Kögel angerichteten Imbiss stärken, bevor der Bürgermeister in den zweiten Teil der Gesprächsreihe – Informationen und Anfragen – überleitete.

Hier begrüßte Dr. Göck zunächst die Vertreter des „Gewerbeparks Luftschiff“. Oliver Weidenhammer von der Inhaberfamilie führte aus, dass das Hauptwerk in Hockenheim ist und auch bleibt, aber dass in Brühl das Gelände für gewerbliche Zwecke vermarktet wird: ein bis zwei größere Investoren und der Rest für kleinere Gewerbebetriebe. Details sind noch nicht festgelegt, sein Mitarbeiter Ulrich werde für die Entwicklung verantwortlich zeichnen. Was von der Gebäudesubstanz erhalten bleibt bzw. was abgerissen wird, das werden die Gespräche mit dem Denkmalschutz ergeben, war die Antwort auf eine Anfrage aus dem Teilnehmerkreis.

Dr. Göck wünschte bei den wichtigen Vermarktungsfragen viel Erfolg und zeigte sich erfreut über diesen „Zuwachs“ an Gewerbegelände in Brühl, vielleicht könne so auch der Abwanderung Brühler Unternehmen begegnet werden.

Die insgesamt nach den vielen verschiedenen Bauarbeiten der letzten Jahre deutlich verbesserte Verkehrssituation war dann noch Gesprächsgegenstand bevor der Bürgermeister noch kurz einen Rückblick auf die Leistungsschau des BdS hielt. Den anwesenden Vorsitzenden, Thomas Zoepke, beglückwünschte Dr. Göck zu der erfolgreichen Präsentation der Brühler Geschäftswelt. Die gelungene Ausstellung mit entsprechendem Rahmenprogramm aus Modenschauen und Vorträgen zeige deutlich, dass in Brühl „etwas los“ sei und die Gewerbebetriebe ein breites Spektrum anzubieten hätten.