Vereidigung und konstituierenden Sitzung
Brühl. Bereits zum sechsten Mal hatten sich Jugendliche und junge Erwachsene im April 2010 der Wahl als Jugendgemeinderäte in der Hufeisengemeinde gestellt. Bereits seit dem Jahr 2000 haben junge Brühler in diesem Gremium die Möglichkeit, sich für die Interessen ihrer Altersgenossen einzusetzen. Auch im Jubiläumsjahr konnten nun die 12 gewählten der insgesamt 19 Kandidaten bei einer Feierstunde verpflichtet werden, während die ausscheidenden Jugendgemeinderäte gleichzeitig von ihrer Funktion enthoben werden sollten.
Ernstzunehmende Institution
Sowohl die "alten" als auch die neu gewählten Jugendgemeinderatsmitglieder, waren zu dieser Feierstunde fast vollzählig gekommen. Und dass auch zahlreiche Besucher, darunter mit Klaus Beß, Pamela Betzold, Marina Fassner, Eva Gredel, Ulrike Grüning, Christian Mildenberger, Michael Till sowie Klaus Triebskorn gleich acht Vertreter des Gemeinderats, der Veranstaltung beiwohnten, machte deutlich, dass dieses Gremium für junge Menschen schon eine ernst genommene Institution in der Hufeisengemeinde ist.
Zu Beginn begrüßte Bürgermeister Dr. Ralf Göck die jungen Ehrenamtlichen und zeigte in seinem Grußwort die Funktionen des Jugendgemeinderats auf: "Im Vordergrund stehen natürlich die inhaltlichen Ziele, die es gilt, zugunsten der Brühler Jugendlichen zu verwirklichen", erklärte er und verwies beispielhaft auf das gelungene Vorhaben der Radwegbeleuchtung in Richtung Schwetzingen.
Doch auch die Persönlichkeit der Jugendgemeinderäte werde im Gremium geschult: "Es ist wichtig, dass ihr die demokratischen Regeln in der Praxis kennenlernt sowie Eigenschaften, die sich unter anderem im Berufsleben als wertvoll erweisen werden, erwerbt", so der Bürgermeister. Schließlich sei der Jugendgemeinderat aber auch ein wichtiges Element des öffentlichen Gemeindelebens: Als ständige Besucher in den Gemeinderatssitzungen oder aber mit Veranstaltungen für Jugendliche sowie Ständen auf den Festen der Hufeisengemeinde seien die Jugendgemeinderäte in Brühl mittlerweile nicht mehr wegzudenken.
Dann hieß es schließlich, von den Mitgliedern des Jugendgemeinderats Abschied zu nehmen, die die letzte Legislaturperiode oder sogar schon zwei oder mehr Perioden als Mitglieder des Ratsgremiums miterlebt. Mit einem Regenschirm als Geschenk wurden Pamela Betzold, Laura Gerbert und Eva Stauffer aus dem Jugendgemeinderat mit Handschlag vom Bürgermeister verabschiedet und so im Rahmen der Feierstunde von ihren bisherigen Funktionen entbunden.
Lob vom Bürgermeister
"Ich möchte den scheidenden Jugendgemeinderäten danken für die Arbeit in den vergangenen Jahren", hob er hervor. Sie alle hätten eine ganz besondere Leistung für Jugendliche in ihrem Alter geleistet. Diesem Engagement gebühre ausdrückliche Anerkennung, so der Bürgermeister.
Die Amtseinführung und Verpflichtung der neu gewählten Jugendgemeinderäte schloss sich an: Bevor er zur Aushändigung der Ernennungsurkunden ging, wurden die jungen Bürger mit ihren Rechten und Pflichten vertraut gemacht. Göck beglückwünschte sie zur Wahl und lobte auch jene, die nicht gewählt worden sind dafür, dass sie sich für ein Ehrenamt zur Verfügung gestellt hätten. Daraufhin war es soweit: Die Jugendgemeinderäte wurden mit einer Urkunde in ihr verantwortungsvolles Ehrenamt eingeführt, welches sie nun für die nächsten beiden Jahre ausüben werden.
Mit einer Unterschrift, die die Jugendlichen Christian Stohl als stellvertretendem Hauptamtsleiter leisteten, nahmen Alexander Broich, Evangelios Doumpas, Annika Frank, Selina Ganz, Carolin Klein, Michelle Linke, Matthias Megerle, Karl-Heinz Neuendorf, Katja Renkert, Carolin Riese, Dominique Stein und Maurizio Teske ihre Wahl an.
Bald schon erste Klausurtagung
Den Blick auf die kommenden Monate gerichtet hob die Vorsitzende Annika Frank hervor, dass bereits Mitte Juni ein erstes gemeinsames Wochenende geplant sei sowie eine weitere Klausurtagung im Sommer. Allgemein habe das Gremium vor, die Zusammenarbeit mit dem Jugendhaus sowie den Jugendgemeinderäten benachbarter Gemeinden weiter zu intensivieren. Auch die inhaltliche Ausrichtung sowie die Teilnahme an verschiedenen Veranstaltungen des Gemeindelebens solle dann diskutiert werden. Im Anschluss an die Feierstunde kamen die neu verpflichteten Jugendgemeinderäte zu ihrer ersten Sitzung zusammen und gingen zur Neuwahl ihres Vorstandes über:
Annika Frank wurde als Vorsitzende des Gremiums wiedergewählt. Ihre Stellvertreter sind nun Carolin Klein und Dominique Stein, die auch das Amt des Kassenwarts innehat. Alexander Broich übernimmt die Funktion des Protokollanten, Carolin Riese ist zuständig für die Pressearbeit des Jugendgemeinderates. egr
Schwetzinger Zeitung
25. Mai 2010

