Mittwoch, 12. April 2017

Feststellung der Bodenrichtwerte der Gemeinde Brühl zum Stichtag 31.12.2016

Gemäß § 193 Absatz 5 i.V.m. § 196 Absatz 1 Baugesetzbuch (BauGB) hat der Gutachterausschuss der Gemeinde Brühl die Bodenrichtwerte nach den Bestimmungen des Baugesetzbuches, der Gutachterausschussverordnung Baden-Württemberg und der Bodenrichtwertrichtlinie zum Stichtag 31.12.2016 in seiner Sitzung vom 11.04.2017 ermittelt.

Der Bodenrichtwert (§ 196 Absatz 1 Baugesetzbuch) ist der durchschnittliche Lagewert des Bodens für eine Mehrheit von Grundstücken innerhalb eines abgegrenzten Gebiets (Bodenrichtwertzone), die nach ihren Grundstücksmerkmalen, insbesondere nach Art und Maß der Nutzbarkeit weitgehend übereinstimmen und für die im Wesentlichen gleiche allgemeine Wertverhältnisse vorliegen. Er ist bezogen auf den Quadratmeter Grundstücksfläche eines Grundstücks mit den dargestellten Grundstücksmerkmalen (Bodenrichtwertgrundstück).

In bebauten Gebieten wurden die Richtwerte mit dem Wert ermittelt, der sich ergeben würde, wenn der Boden unbebaut wäre (§ 196 Absatz 1 Satz 2 Baugesetzbuch).

Bei der Ermittlung der Bodenrichtwerte sind so genannte Altlasten (z.B. Verunreinigungen des Untergrundes), im Grundbuch eingetragene Lasten und Beschränkungen, Eintragungen im Baulastenverzeichnis, nachteilige Bodenbeschaffenheiten, Wertanteile für Aufwuchs, Gebäude, bauliche und sonstige Anlagen nicht berücksichtigt.

Eventuelle Abweichungen eines einzelnen Grundstücks vom Bodenrichtwertgrundstück hinsichtlich seiner Grundstücksmerkmale/ wertbeeinflussenden Merkmale (zum Beispiel hinsichtlich des Erschließungszustands, des beitrags- und abgabenrechtlichen Zustands, der Art und des Maßes der baulichen Nutzung, der Grundstücksgestalt, der speziellen Lage, der Bodenbeschaffenheit oder der landwirtschaftlichen Nutzungsart) sind bei der Ermittlung des Verkehrswertes des betreffenden Grundstücks zu berücksichtigen und bewirken in der Regel entsprechende Abweichungen des Verkehrswertes des einzelnen Grundstückes vom Bodenrichtwert. Dies ist durch ein entsprechendes Gutachten im Einzelfall zu ermitteln.

Die festgesetzten Werte haben keine bindende Wirkung. Die Abgrenzung der Bodenrichtwertzone sowie die Festsetzung der Höhe des Bodenrichtwerts begründen  auch keine Ansprüche zum Beispiel gegenüber den Trägern  der Bauleitplanung, Baugenehmigungs- oder Landschaftsbehörden.

Für die Wohngebiete hat der Gutachterausschuss der Gemeinde Brühl vier Wertzonen festgestellt, für die jeweils verschiedene Richtwerte gelten. Die mittleren Lagewerte liegen zwischen 370 Euro (Wertzone I) und 460 Euro (Wertzone IV) je Quadratmeter. Für das Bodenrichtwertgrundstück gelten folgende Merkmale: Wohngebiet, GRZ: 0,4; GFZ: 0,8, zwei Vollgeschosse, 400 m² Grundstücksfläche

Für Gewerbeflächen wurden zwei Wertzonen mit mittleren Lagewerten von 150 Euro bzw. 185 Euro gebildet.

Der Bodenrichtwert für Ackerflächen beträgt 9,00 Euro.

Die genaue Abgrenzung der Wertzonen ist in der Bodenrichtwertkarte markiert, die im Rathaus (Ortsbauamt, Zimmer 203)  von jedermann eingesehen werden kann. Telefonische Auskunft kann unter der Nr. 06202/2003-82 erfragt werden.

Gutachterausschuss

-Geschäftsstelle-

 

 

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