Ehrungen beim Neubürgerempfang

Donnerstag, 23. November 2017

250 Gäste beim Neubürgerempfang 2017

Neue Bewohner des Ortskerns gut vertreten

 

                                                                                     

                                                                             

Besonders gut besucht war in diesem Jahr der Brühler Neubürgerempfang in der Festhalle. Von Oktober 2016 bis Oktober 2017 waren gerade rund um die Festhalle im Ortskern viele Menschen zugezogen. Sowohl die Senioren aus den 40 neuen „betreuten“ Wohnungen als auch die neuen Mehr-Generationen-Wohnungen/-Häuser dort waren angesprochen gewesen. Und es kamen etwa 40 Flüchtlinge hinzu, die in den letzten Wochen in der Hauptstraße und in der Schwetzinger Straße eingezogen waren. „Hier haben wir unser Soll für 2017 bereits mehr als erfüllt“, freute sich Bürgermeister Dr. Ralf Göck, dass die Strategie der dezentralen Flüchtlings-Unterbringung bisher gut geklappt hat.

Chor Fine Art Music

Gut geklappt hat auch der Dirigentinnen-Wechsel bei dem Brühler Konzertchor „Fine Art Music“, der jetzt von Laura Bollack geleitet wird und mit zwei Auftritten brillierte. (Bild: Fenkl)

Schließlich wurden Menschen besonders gewürdigt, die sich für die drei Gemeindepartnerschaften in der Hufeisengemeinde engagieren. Nach einer Verlosung bestand Gelegenheit zum persönlichen Kennenlernen.

Gut besucht war der Neubürgerempfang 2017 (Bild Stohl)

Eingangs hatte Brühls Bürgermeister neben Neu- und Jungbürgern sowie ehrenamtlich Tätigen den Landtagsabgeordneten Daniel Born und viele Gemeinderäte, aber auch Mitarbeiterinnen aus dem Erziehungs- und Schul-Bereich, von der Kultur und aus dem Hauptamt begrüßt. Auskunft gaben außerdem Brühler Vereinsvorstände und VHS-Leiterin Gundula Sprenger, „was in Brühl alles möglich ist“. Diese Ehrengäste führten viele Menschen überhaupt erst an die Gemeinde heran: „Sie übernehmen eine Integrationsaufgabe, die nicht zu unterschätzen ist. Damit helfen sie vielen Neubürgern, sich am neuen Wohnort möglichst bald heimisch zu fühlen. Lassen Sie mich an der Stelle auch unsere neue Integrationsmanagerin Angelika Gerisch begrüßen. Sie hat eine stattliche Anzahl weitgereister Neubürger mitgebracht.“ Göcks Dank galt auch dem „Asyl in Brühl“-Kreis, der bei der Betreuung hilft.

Göck erinnerte an die Neubaugebiete „Bäumelweg“ und „Schütte-Lanz“, die vertreten waren, „aber auch drei nach Rohrhof zugezogene Familien habe ich bereits begrüßt“, fügte er spontan hinzu, „darunter auch ein früherer Gemeinderat aus Ketsch“. Ingesamt lebten derzeit 14.300 Menschen in Brühl und Rohrhof.

„Viele Gründe dürften für das Wachstum ausschlaggebend gewesen sein“, leitete der Bürgermeister zu einer kurzen Film-Sequenz „Brühl von oben“ über und wies in seinen Kommentaren zu den prächtigen Bildern von Michael Fuchs und Folker Fenkl auf die Stärken der „naturnahen Gemeinde links und rechts am Rhein“ hin.

„Wir Brühler meinen, dass Sie als Bürgerin und Bürger auf eine Gemeinschaft stolz sein können, in der der Einzelne auf viele andere Menschen bauen kann. Nur so kann ein Gemeinwesen auf Dauer Bestand haben. Auch wenn die Bereitschaft zur Solidarität zu schwinden scheint, beobachte ich immer wieder viele Beispiele für nachbarschaftliche Hilfen und den Einsatz für Gemeinschaftsprojekte. Auch in unserer Gemeinde gibt es dazu viele Möglichkeiten. Ich erinnere an die Blutspender, an die Nachbarschaftshilfe oder an unsere aktive Feuerwehr und das Rote Kreuz, die dafür sorgen, dass wir alle uns hier in Brühl wohlfühlen können. Das stimmt optimistisch und das werden wir heute Abend auch noch besonders würdigen.“

Dazu brauche die Gemeinschaft auch immer wieder neue Menschen, die hier nicht nur wohnen, sondern auch mitgestalten wollen, sich mitverantwortlich fühlen und sich für das kommunale Miteinander einsetzen: „Das ist für mich Lebensgestaltung im wohlverstandenen Sinn des Wortes. Daran nach Kräften mitzuwirken, darum möchte ich Sie, die „neuen“ und „jungen“ Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde heute von Herzen bitten.“

Schließlich wies er auf die Berichte über das kommunale Geschehen und über künftige Veranstaltungen hin.

Sie erscheinen in den Tageszeitungen Schwetzinger Zeitung oder Rhein-Neckar-Zeitung, wöchentlich in der Brühler Rundschau, unserem Amtsblatt, das in Brühl kostenlos und jetzt sogar farbig in jeden Haushalt kommt.

Im Internet unter www.bruehl-baden.de und über das soziale Netzwerk „Facebook“ sowie seit elf Jahren in dem regionalen TV-Informationskanal „RIK Brühl“ gebe es Berichte und Filme über Brühl.

Anschließend stellte Bürgermeister Dr. Göck beispielhaft für das in Brühl mögliche Engagement die in den drei Gemeinde­partnerschaften Aktiven vor, die als Gastgeber, beim Schüleraustausch oder in der Eine-Welt-Arbeit mitwirken.

Etwa 50 Aktive aus den drei Partnerschaften wurden gelobt und ausgezeichnet, weil sie dazu beitragen, dass sich Menschen aus verschiedenen kulturellen Zusammenhängen begegnen können.

Ursprünglich gegründet, um die Erbfeindschaft mit Frankreich zu überwinden, ist es heute der europäische Gedanke, der hinter der 40-Jahre alten Partnerschaft mit Ormesson-sur-Marne bei Paris steht: „Sie können mitwirken bei Sportbegegnungen, Jugendbegegnungen, Kunst-Begegnungen und ganz einfach Bürger-Begegnungen, aus denen bisweilen jahrelange Freundschaften wurden“.

Die deutsch-deutsche Integration stehe hinter der als Verwaltungs-Patenschaft begonnenen Beziehung zwischen Weixdorf bei Dresden und Brühl. Derzeit erlebt die bald 25 Jahre alte Partnerschaft, die regelmäßig Gemeinderäte zusammengeführt hatte, wieder einen kleinen Aufschwung: „Aktiv sind jetzt Sänger, Sportler und Fastnachter.“

 

Mit Dourtenga in Burkina Faso stehe weniger die Begegnung zwischen vielen Menschen im Mittelpunkt. Hier soll geholfen werden, damit die Menschen dort eine Perspektive in ihrem Heimatland erhalten: „In Sachen Klimapartnerschaft werden wir als Gemeindeverwaltung etwas tun, aber der Förderkreis Dourtenga wird weiter seine Themen Bildung, Ernährung und Gesundheit verfolgen“, wies er auf eine weitere Einsatzmöglichkeit für interessierte Neubürger hin. Mit Gesprächen an den Stellwänden und an den Stehtischen klang der kurzweilige Abend in der Festhalle aus.

Jeweils drei Preise für Neubürger und ehrenamtlich Tätige zog Glücksfee Silvia Klingel (2.v.r.), die Vorsitzende von Fine Art Music (Bild Stohl)

 

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