Die anwesenden Mehrfach-Blutspenderinnen und –Blutspender 2019 zusammen mit der 1.Vors. DRK OV Brühl Dagmar Fritz (re.), Bürgermeister Dr. Ralf Göck und Prof. Dr. Harald Klüter

Dienstag, 19. November 2019

Bei der Blutspenderehrung 2019:


80 Prozent brauchen es, 8 Prozent geben es

Mit interessanten Zahlen wartete die Vorsitzende des DRK-OV Brühl, Dagmar Fritz, bei der Blutspenderehrung 2019 auf: Sie bedankte sich bei allen Mehrfachblutspendern und -spenderinnen, weil es nicht selbstverständlich sei, dass Menschen zur Blutspende gehen und ihr Blut mit anderen teilen. „80 Prozent der Menschen brauchen im Laufe ihres Lebens einmal eine Blutspende, aber nur 8 Prozent sind zu einer Spende bereit“, hatte sie erfahren. „Arbeiten wir dafür, dass es bald zehn Prozent sind“, nahm Bürgermeister Dr. Ralf Göck diesen Ball in seiner Begrüßung auf, dankte allen Spenderinnen und Spendern und dem Roten Kreuz, mit dem zusammen die Gemeinde die Feierstunde vorbereitet hatte.

Dagmar Fritz münzte die fünf W-Fragen der Rettungsleitstelle auf die Blutspende um mit den Fragen: Wie viele Menschen spenden Blut? Wo kann ich Blut spenden? Warum soll ich Blut spenden? Welchen Vorteil habe ich davon? Warten nach der Blutspende – und gab dazu gleich die passenden Antworten. Acht Prozent spendeten bundesweit, in Brühl sei das jeden Monat am 1. Montag im DRK-Vereinsheim möglich. Das „Warum“ müsse jeder für sich entscheiden, aber einen Dienst am Nächsten zu leisten hinterlasse auch bei sich selbst ein gutes Gefühl. Der eigene Vorteil einer Blutspende liege eindeutig darin, dass jede Blutspende untersucht werde und per Scan, die auf die Blutkonserven geklebt werden, zurückverfolgt und die Spender ggf. bei Auffälligkeiten benachrichtigt werden könnten. Nach jeder Blutspende muss man etwas „Warten“ – dabei könne man beim gemeinsamen Essen mit seinem Nachbarn ein nettes Gespräch führen.

Bürgermeister Dr. Ralf Göck begann sein Grußwort mit einem „herzlich willkommen“ und schloss sich dem Dank an die Jubiläumsspender und –spenderinnen an. Er zitierte die vor mehr als hundert Jahren verstorbene österreichische Schriftstellerin und Friedensaktivistin Bertha von Suttner: „Nach lieben ist helfen das schönste Zeitwort der Welt“. Er stellte fest, dass Blutspender, die mehrmals Blut gespendet haben, zum Kreis der Menschen gehören, für die Nächstenliebe kein Fremdwort ist, sondern sogar eine ganz besondere Form der Nächstenliebe ausüben. Sie tragen mit ihrer Blutspende dazu bei, Verletzten und Schwerkranken zu helfen. Ohne diese Blutspenden wäre eine Hilfe oft nicht möglich. „Sie stärken damit die Menschlichkeit in unserer Gesellschaft und sind ein Vorbild für uns alle.“ Sein Dank galt auch den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des DRK Ortsverein Brühl, die sich in ihrer Freizeit dafür einsetzen, die Blutspendenaktionen zu ermöglichen.

Sein Dank und seine Anerkennung richtete sich natürlich ganz besonders an die Mehrfach-Blutspenderinnen und Blutspender, die 10, 25 und 50 Mal Blut gespendet haben.

Die Ehrungen nahmen Dagmar Fritz, Prof. Dr. Harald Klüter und Dr. Ralf Göck gemeinsam und mit bewährter Unterstützung von Gemeinde-Mitarbeiterin Anita Kloiber vor. Den anwesenden Spenderinnen und Spendern wurde neben der Ehrennadel und Urkunde des DRK ein Präsent der Gemeinde überreicht.

Für zehn Blutspenden erhielt die Ehrennadel in Gold:

Petra Elleser, Maria Murat, Elfriede Tsiaras, Ina Wagner, Manuela Wasow und Torsten Würz.

Die Blutspender-Ehrennadel in Gold mit goldenem Lorbeerkranz und eingravierter Spendenzahl „25“ wurde an Ralph Adameit, Alexander Hermann, Gabriele Roßrucker, Klaus Schwab, Mathias Wiloth und Thomas Winkel verliehen.

Für 50 Blutspenden wurde mit der Ehrennadel in Gold mit goldenem Eichenkranz und eingravierter Spendenzahl „50“ Anja Klaszus geehrt.

Auch Prof. Dr. Harald Klüter, Direktor des Instituts für Transfusionsmedizin und Immunologie Mannheim bedankte sich für die Mehrfach-Blutspenden, weil es dadurch möglich wird, dass Blut ständig zur Verfügung steht und ohne Blutspenden die heutige Hochleistungsmedizin unmöglich wäre. Er berichtete auch von der Neuerung bzw. einem Fortschritt in der Luftrettung – der Helikopter Christoph 53 am Flughafen Mannheim hat jetzt Blut und Blutplasma am Bord. Er freute sich, wieder in Brühl bei der Blutspenderehrung zu sein, weil ihm diese Veranstaltung so gut gefällt. Auch er lobte die monatlich durchgeführten Spendenaktionen im DRK-Heim und die damit verbundene Organisation.

Die hervorragende musikalische Umrahmung der Veranstaltung übernahm das Gitarrenquartett der Jugendmusikschule Brühl: Rebecca Federer, Ella Hehl, Kira Wichert und Moritz Körber. Sie spielen seit 5 Jahren Gitarre und haben in diesem Jahr einen 1. Preis bei Jugend musiziert errungen.

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