Beim Neujahrsempfang

Mittwoch, 17. Januar 2018

Beim Neujahrsempfang 2018:

„Den Wandel annehmen für Brühl und Rohrhof!“

Mit diesem Thema grüßte Brühls Bürgermeister Dr. Ralf Göck über 300 Gäste beim Neujahrsempfang 2018 und freute sich über die gute Resonanz aus der Bevölkerung und von den geladenen Gästen. In seiner mehrfach von Beifall unterbrochenen Rede führte er aus, dass die Gemeinde diesen Wandel nicht bekämpfe, sondern annehme, um ihn gestalten zu können.

Das erste Beispiel stehe hinter ihm auf der Bühne: der neue gemischte Chor der Chorgemeinschaft Brühl-Rohrhof, er nenne sich „Chorness“, eine Kombination aus Chorgesang und Wellness: „Nachdem unsere beiden Männergesangvereine vor Jahren schon die Chorgemeinschaft Brühl-Baden gegründet haben, möchte der Vorstand mit dieser neuen Chorformation erneut den Wandel annehmen und gestalten. Also mir hat es gefallen“, dankte Göck den 40 Sängerinnen und Sängern unter dem Beifall der Anwesenden.

So wie sich die traditionellen Chöre aufgrund der Altersstruktur wandelten, so reagiere auch die Gemeinde: über den Wohnungsbau mithilfe privater Investoren, aber auch mit eigenem Geld gestalte sie diesen Wandel, „denn ältere Menschen wollen so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben“.

 

Deswegen sei Brühl eine der ersten Gemeinden gewesen, in der über das Konzept des Betreuten Wohnens nachgedacht worden sei, „das war 2001, wir haben dann auch eine Umfrage mit großer Resonanz gemacht. Das erste, große Projekt mit 46 Wohnungen steht seit zwölf Jahren in Rohrhof, das zweite wurde 2017 im Brühler Ortskern mit 38 Wohnungen eingeweiht.

 

Wohnungsbau zieht an

Und ich weiß, dass es nicht wieder zwölf Jahre dauert, bis die nächsten „Betreuten Wohnungen“ in unserer Gemeinde eingeweiht werden. So ist auch ein Projekt im Schütte-Lanz-Wohnpark geplant.“ Es gehe nicht nur um barrierefreie Wohnungen, sondern auch darum, der Vereinsamung mancher älterer Menschen entgegenzutreten: „Manche Kinder wohnen außerhalb, manche haben keine Zeit. Deswegen brauchen wir Betreuung mit, aber durchaus auch ohne pflegerische Hilfen, und die Gemeinde macht aus diesem Grund Veranstaltungen und unterstützt die Altenbegegnungsstätten, um die Gemeinschaft, das Miteinander zu ermöglichen.“

 

Die Jüngeren orientierten sich „in unsere gut nachgefragten Baugebiete Bäumelweg und Schütte-Lanz, in denen schon seit mehr als zwei Jahren fleißig gebaut wird und auch Neubauten, die 2017 in der Mannheimer Straße fertig wurden, zeigen den Wandel: Wohnungen werden wieder gebraucht, hier eher für jüngere Familien. Einige Jahre war der Wohnungsbau kaum noch vertreten.“

 

Kinderbetreuung wird verstärkt

Betreuung brauchten auch die jungen Familien: „Wir möchten den Frauen und Männern ihre Berufstätigkeit ermöglichen und finden es gut und wichtig, dass immer mehr Kinder immer länger von immer mehr Erzieherinnen betreut werden. Das führt allerdings zu deutlich steigenden Personalkosten, zumal die Erzieherinnen besser bezahlt werden als früher.“ Moderate Elternbeiträge, insbesondere für Mehr-Kind-Familien und unsere baden-württembergweit fast einmalig niedrige Grundsteuer, trügen außerdem zu Finanzschwierigkeiten der Gemeinde bei, wenn in wenigen Jahren die Zuweisungen von Bund und Land nicht mehr so gut flössen wie derzeit. „Aber im Moment dürfen wir das alles positiv sehen: Wir leben in einer Gemeinde mit den fast niedrigsten Steuer- und Gebührensätzen im Land. Nur in Walldorf und St. Leon lebt es sich noch günstiger als bei uns.“

 

 

Neu hinzugekommen seien nach dem Umbau der Sparkassenfiliale am Schrankenbuckel 2017 eine Kinderkrippe, in der auch von einem neuen Träger, dem Dietrich Bonhoeffer Verein neben einer Ganztagsbetreuung auch die Kindertagespflege angeboten werde. Mit „etwas“ Verspätung werde die Erweiterung des Kindergartens Heiligenhag zu einem viergruppigen Kindergarten für weitere Plätze, aber weiterhin nicht immer im Wunschkindergarten der Eltern, sorgen.

 

Auch in den Schulen werde gute Arbeit geleistet. Während die Werkrealschule in Brühl nur noch ein Jahr laufe und die Kinder mit Hauptschulempfehlung dann mit in der Realschule oder in der Ketscher Neurott-Gemeinschaftsschule unterrichtet würden, könne die Schillerschul-Grundschule zu einem Kinderbildungszentrum für Ein- bis Zehnjährige weiterentwickelt werden, berichtete Göck von guten Gesprächen mit Eltern, Schul- und Hortleitung, mit denen das Konzept erarbeitet werde: „Da könnte vorbildliches für unseren Brühler Nachwuchs entstehen!“

 

Sportpark Süd

Auch die Verlagerung der Sportstätten des Fußballvereins in den Brühler Süden und des Schäferhundevereins nach gegenüber, also der Sportpark Süd, bedeute einen besonderen Wandel: „Wir haben ihn 2017 auf den Weg gebracht, nicht nur mit Gemeinderatsbeschlüssen, sondern auch mit der Zustimmung der beiden Vereine. Besonders für den Fußballverein ist damit viel Wandel verbunden, den die Mehrheit des Vereins aber annehmen und gestalten will. Wenn der Wandel gelingen soll, dann braucht es Sicherheit. Die haben der Gemeinderat und ich den Mitgliedern gegeben: wir haben zugesagt, die neuen Sportplätze und Clubhäuser zu bezahlen und gewisse Unterhaltungsaufwendungen laufend zu übernehmen.“

 

Dennoch sei das Acht-Millionen-Projekt zu stemmen, so Göck, „denn wir erlösen einen solchen Betrag aus der Umwandlung der bisherigen Sportanlagen am Schrankenbuckel in ein Wohngebiet.“ Das habe schon die erste Stufe eines Investorenauswahlverfahrens gezeigt.

 

Auch aufgrund guter Steuerzuweisungen in 2017 stelle sich die finanzielle Situation positiv dar. Die Ausgaben für die neue Sporthalle und das Gemeindewohnhaus aus 2015 und 2016 seien wieder „aufgeholt“. Die Rücklage sei wieder aufgefüllt, allerdings habe man auch mehr (zinsgünstige) Schulden. Da die in den nächsten beiden Jahren aufzuwendenden Kosten für den Sportpark Süd im Anschluss wieder „eingespielt“ würden, seien die anstehenden Investitionen weniger das Problem: „Leider steigen unsere laufenden Ausgaben, vor allem für die Kinderbetreuung, und da brauchen nicht nur wir Brühler sondern alle Gemeinden die Hilfe von oben.“ Damit wandte er sich an die anwesenden Landtagsabgeordneten Daniel Born (SPD) und Manfred Kern (Grüne), letzterem sowie dem ehemaligen Finanzminister und Brühler Ehrenbürger Gerhard Stratthaus (CDU) sowie dem jungen CDU-Landesgeschäftsführer Christian Mildenberger gab er den Wunsch mit auf ihren Weg nach Stuttgart, „insbesondere Beiträge für die Betreuung der „Über 3Jährigen“ einzufordern, wo unsere Defizite im Moment am meisten wachsen.“

 

 

Göcks Willkommensgrüße galten außerdem „unserem Ehrenbürger und früheren Bürgermeister Günther Reffert, seinem langjährigen Stellvertreter und Ehrenbürger Gerd Stauffer, den anwesenden Gemeinderätinnen und Gemeinderäten um seine Stellvertreter Bernd Kieser und Hans Hufnagel, Amtsleitern und Mitgliedern des Jugendgemeinderates. Vielen Dank für die gute, verantwortungsbewusste Zusammenarbeit, die sich im letzten Jahr deutlich verbessert hat.“

 

Sicherheit gewährleistet

Sein Dank galt auch „unserer Feuerwehr um ihren neuen Kommandanten Marco Krupp und den Sicherheitskräften für ihren helfenden Einsatz. Sie hatte in 2017 Gott-sei-Dank keinen größeren Brand zu bekämpfen, dafür aber sehr viele andere Hilfs-Einsätze bis hin zur Öffnung von Wohnungstüren und zuletzt beim Hochwasser, das zurückgegangen ist. Nächste Woche sollen sukzessive die Absperrungen beseitigt und die Schäden repariert werden.“ Die Wehr werde vorbildlich vom Brühler Roten Kreuz mit Dagmar Fritz an der Spitze sowie der Polizei um ihren Chef des für uns zuständigen Reviers, Elmar Hörscher, und Postenführer Alfred Bauer bestens unterstützt.

 

„Den im Moment so weit verbreiteten Gefühlen der Unsicherheit begegnen wir in Brühl auch mit Gemeinschaft, heute Morgen hier, aber auch das ganze Jahr über in den Vereinen und Veranstaltungen. Deswegen grüße ich gerne viele Vorsitzende und Vorstandsmitglieder der Brühler und Rohrhofer Vereine“, so Göck, „die mithelfen, Gemeinschaft zu stiften, damit wir als kleine Gemeinde uns nicht spalten lassen in Ängstliche und Zuversichtliche, in Menschen, die Angst haben vor jedem Wandel, und jenen, die ihn annehmen und mit Begeisterung gestalten. Solche Ängste tun uns und unserer Gemeinde nicht gut. Wir müssen miteinander im Gespräch bleiben.“ Und dazu schaffe Brühl immer wieder Gelegenheiten.

 

Die Wirtschaft läuft

Bürgermeister Göck grüßte auch die Vertreter der Wirtschaft; darunter Willi Parstorfer von der EnBW, „die unser Stromnetz modernisieren, den Chef von Mc Donalds in Brühl, Manfred Büch, der sein Lokal in den nächsten Wochen digitalisiert und die Familie Weidenhammer, die schon mehr als 60 Häuser auf dem Schütte-Lanz-Areal im Brühler Norden gebaut hat.“ Die Bebauung werde aufgrund der guten Nachfrage weitergehen, so dass 2018 und 2019 weitere Menschen nach Brühl ziehen werden. Derzeit lebten in Brühl 14.400 Menschen, 150 mehr als Ende letzten Jahres, „und wir freuen uns, dass die Arbeitslosenquote in Brühl rückläufig ist, wir haben nur noch 244 gemeldete Arbeitslose, 46 weniger als ein Jahr zuvor, das ist für mich quasi Vollbeschäftigung.“

 

Wandel gebe es auch in der Freizeit, lobte er den risikobereiten Günter Schmitt-Köhler, „der auf unserer Brühler Kollerinsel einen Millionenbetrag in die Erschließung und den Aufbau einer 4 Hektar großen Freizeit- und Campinganlage investiert, leider hat die Vollendung noch nicht geklappt, aber 2018 sollen auch das Bistro, die Sanitärräume für den Badestrand und die Pächterwohnungen fertiggestellt werden. Der Betrieb läuft allerdings schon und ergänzt die ruhige Naherholung in Brühl sehr gut.“

 

Handel im Wandel

Insgesamt liege ein gutes Jahr hinter uns: „nicht nur beim Wohnen für alle Generationen, sondern auch bei der Tagespflege für Senioren und bei der Sanierung des Hallenbades gab es 2017 gute Fortschritte und viele Einweihungen. Und ein weiteres privates Millionenprojekt war zwar schon länger geplant, aber ist dann 2017 innerhalb von sechs Monaten umgesetzt worden: der Neubau eines vergrößerten, topmodernen Lidl-Marktes im Ortskern.“ Der Markt trage sehr zur Lebensqualität in Brühl bei: in erster Linie zur preisgünstigen Lebensmittelversorgung, aber auch als Treffpunkt für alle Altersgruppen, ein Allwetter-Marktplatz sozusagen, jeden Tag besser besucht als unser schönes Rheingold-Kino in den letzten Jahren, an das viele, auch ich, schöne Erinnerungen haben. Wir halten die Erinnerung in unserem Heimatmuseum wach, danke auch an die Aktiven dort, die wir sehr unterstützen, denn der Wandel darf niemals zum Absterben unserer Wurzeln führen. Wir müssen die Wurzeln zumindest über die Erinnerung lebendig erhalten.“

 

 

Bürgerbeteiligung verstärkt

So wie sich der Handel immer wieder anpassen müsse, so überprüfe auch die Gemeinde immer wieder ihre Strategie: „Bei uns heißt das Gemeindeentwicklungskonzept, das unter Bürgerbeteiligung und mit breiter Mehrheit 2016 verabschiedet und 2017 schon wieder überprüft wurde.“ Ein weiterer Beteiligungsprozess sei mit der Lärmaktionsplanung angestoßen worden, mit dem Ziel Maßnahmen zu finden, den Verkehrslärm zu verringern und schließlich seien bei der Erstellung des Klimaschutzkonzepts Bürger beteiligt worden. Auch dieses werde im Frühjahr veröffentlicht: „Auch hier ist der Wandel wieder spürbar: die Bürger sollen mit einbezogen werden, als Ratgeber, als Beurteiler und sicher auch zur Legitimation möglicher Maßnahmen, denn jede Maßnahme hat ja auch Einschränkungen zur Folge, seien es Geschwindigkeitsbeschränkungen bei der Lärmaktionsplanung, seien es Einschränkungen bei Heizungen oder beim Autofahren beim Klimaschutz“.

 

Ehrenamtliche stärken

Auch in Brühl seien die Menschen nicht nur in politischen Fragen sondern auch ganz privat aufeinander angewiesen, sei es als Nachbar, Arbeitskollege oder aus anderen Gründen. „Gegenseitiger Respekt, Toleranz und Verantwortungsgefühl für den Nächsten prägen das gute Klima einer Gemeinde. Keiner lebt für sich allein. Auch im abgelaufenen Jahr gab es zahlreiche Beispiele dieser nachbarschaftlichen Unterstützung und Anteilnahme am Schicksal des Nächsten. Die Mitwirkenden weiter zu stärken, weitere Menschen dazu zu ermuntern, nicht nur zu meckern, zu kritisieren und zu fordern, sondern sich einzubringen muss unser gemeinsames Anliegen sein. So möchte ich an dieser Stelle herzlich dafür danken, dass durch die vielfältigen Aktivitäten, die oft im Verborgenen geleistet werden, manche Not gelindert wurde - gegenüber deutschen und einheimischen Familien und auch in der Flüchtlingsbetreuung, die in Brühl weiterhin dezentral erfolgt“.

 

Konkret nannte er die ökumenische Nachbarschaftshilfe, die Aktionsgemeinschaft 60 plus unter der nimmermüden Leitung von Helmut Mehrer, das „Netzwerk Brühl-Rohrhof – Angebote für alte und kranke Menschen“ und auch das „Brühler Gesundheitsforum“ mit dem fachlichen Berater Dr. Axel Sutter, fügte aber hinzu: „Jeder kann einen Beitrag leisten. Genau diese Einstellung zum Nächsten möge uns im neuen Jahr begleiten. Wir alle können mithelfen, dass gegenseitige Achtung und Respekt unser Miteinander bestimmen.“

 

Göcks Dank ging aber auch an seine 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Rathaus und in den Außenstellen mit großem Einsatz arbeiteten – „für Sie, verehrte Gäste und für jeden Bürger. Allerdings steigen auch die Ansprüche an die Verwaltung: Nicht immer können wir sie erfüllen, aber wir bemühen uns und werden laufend besser.“

 

Nichts Neues gebe es beim Thema Geothermie. Die Firma Geo Energy hat in Brühl nach eigenen Angaben seit 2008 über 20 Millionen Euro investiert, sei aber insolvent. Die Kosten für den Rückbau könnten auf die Gemeinde als Grundstücks­eigentümer zukommen, „aber das Bergamt hat uns mitgeteilt, dass bei sachgemäßer Sicherung der Baustelle der Rückbau kurzfristig nicht angeordnet wird. Das ursprünglich angedachte Projekt dürfte nicht mehr zu realisieren sein. Ob eine andere Nutzung des 3000 Meter tiefen Loches und des zweiten, bereits 400 Meter tiefen Loches, möglich ist, wird man in ein paar Jahren sehen.“

 

Partnerschaftsprojekte laufen

Um einiges harmonischer als beim letztgenannten Projekt sei die Zusammenarbeit mit den Partnerstädten, auch mit der unmittelbaren Nachbargemeinde Otterstadt, deren Bürgermeister Bernd Zimmermann ebenfalls anwesend war. „Unsere Antwort auf den Terror ist weiterhin die Pflege der Völkerfreundschaft zwischen unseren Gemeinden“, wandte sich Göck den weiter entfernten Gemeinden zu: mit Ormesson in Frankreich habe man den 40. Geburtstag gefeiert und mit Dourtenga in Burkina Faso/Westafrika den 20. Geburtstag. Hier werde man die neue Klimaparnterschaft mit Leben füllen, wünschte er den beiden Gemeinderäten Christian Mildenberger und Hans Zelt eine gute Reise, die vor Ort Projekte für den Klimaschutz identifizieren und vielleicht schon Aussagen zu deren Machbarkeit und Kosten erhalten wollen.

 

„Auch mit Weixdorf bei Dresden gab es eine harmonische Begegnung im Mai und es sind bereits vier Busse aus verschiedenen Vereinen und Gruppen gechartert, um dort im kommenden Mai den 25. Geburtstag der Partnerschaft angemessen zu feiern“, schloss Göck das Kapitel Partnerschaften.

 

Brühl bleibt attraktiv

„Wir leben in einem attraktiven, sicheren Ort in der Metropolregion Rhein-Neckar. Brühl ist naturnah und verkehrsgünstig gelegen. Wir haben hervorragend sanierte Schulen und moderne Kindertages-Einrichtungen. Wir bieten ein reichhaltiges Kultur­programm, ein vielfältiges Vereinsleben, haben eine gute Lebensmittel-Nahversorgung und gute Verkehrsanbindungen. Brühl bietet eine hohe Lebensqualität für alle Schichten und Gruppen, sonst hätten wir keinen so hohen Zuzug. Vergessen wir bei aller Kritik in Einzelfragen nicht diese gute Gesamtsituation. Uns allen geht es gut, jedenfalls besser als den meisten Menschen auf der Welt. Wir werden alles tun, damit die angenehmen Lebensbedingungen links und rechts am Rhein erhalten bleiben“, fasst der Bürgermeister zusammen, nicht ohne allen Medienvertretern für ihr Interesse und ihre Arbeit zu danken.

 

Eine silberne Zauberkugel …

… überreichte Vereinsvertretervorsitzender Wolfram Gothe seinem Bürgermeister am Ende eines weitgefassten Grußworts, in dem er auf die Bedeutung der 84 Vereine hinwies, „die als verlässliche Mitgestalter unserer Sport- und Unterhaltungslandschaft zum Wohle und zum Nutzen unserer Mitbürger in einer modernen, nach außen offen gelebten Gemeinde“ für Gemeinschaft sorgten.

 

 

Er wies auf ihre Mitwirkung der Vereine an dem pädagogisch so wertvollen Kinderferienprogramm der Gemeinde hin, auf ihre zahlreichen Feste und „Festl“ und rief sie zur verstärkten Zusammenarbeit auf. Mitunter könne man gemeinsam noch mehr für alle erreichen, wenn etwa ein Verein den anderen bei einer Veranstaltung unterstütze.

Dazu gehöre auch die Bereitschaft, immer wieder an Menschen zu denken, die einer Unterstützung bedürfen, lobte er etwa den Kulturfreundeskreis, der mit Veranstaltungserlösen viel gutes tue. Viele ehrenamtliche Helfer seien im Einsatz für Flüchtlinge, um ihnen ein „erträglicheres Leben in Frieden und Sicherheit zu ermöglichen“, ihnen helfen, sich zu integrieren, ihr eigenes Geld zu verdienen „und vor allem, sich an unsere Gesetze zu halten“.

 

Auch er freute sich über die besonderen Partnerschafts-Jubiläen und erinnerte an die beiden Afrika-Tage in der Villa Meixner, bei denen der „Förderkreis Dourtenga“ seinen 25. Geburtstag begangen habe.

 

Närrisch seien nicht nur der 60. Fastnachtsumzug der Kollerkrotten und der außergewöhnliche 1. Nachtumzug der Göggel gewesen, sondern auch die Kerweborscht, als sie erstmals eine Kerwe-Regentin gewählt hätten; damit grüßte er Almut Hundhausen-Hübsch und ihren Vor-Vorgänger Albert Fichtner.

 

Schließlich dankte Gothe der Gemeinde für die finanzielle und logistische Unterstützung der Vereins-Projekte und für ein vielfältiges Kulturprogramm und einem gut zusammenarbeitenden Gemeinderat sowie einem „pfiffigen“ Bürgermeister, dem er eine „magische Spiegel-Zauberkugel“ überreichte, „damit sein Ideenreichtum niemals versiegen möge und zur Unterstützung seiner sphärischen Geistesblitze aus der Zauberkiste der modernen politischen Übersinnlichkeit“.

 

Dank … und Überraschungsgäste

Gerade dankte Bürgermeister Dr. Ralf Göck für dieses originelle Geschenk Wolfram Gothe, der gesamten Vereinsvertreter-Vorstandschaft für die gute Arbeit, der Chorleiterin Vera Pfannenstiel und den Sängerinnen und Sängern von Chorness, stellvertretend Sandra Skolik, ebenso mit Blumen wie seiner Mitarbeiterin Sandra Kosel, die den Empfang mit ihren Kolleginnen und Kollegen vorbereitet hatte, als die Brühler Sternsinger einmarschierten. Daniela Gaisbauer berichtete von 80 Kindern und Jugendlichen, die nur vom 2. bis 6. Januar unterwegs sein konnten und daher gerne nochmals auftreten würden. Sie machten es sehr gut und konnten ihren Erlös von bis dato 18.000 Euro in der Festhalle nochmals steigern.

 

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