Da verstehen sich zwei: Die Bürgermeister Ralf Göck und Armand Abgas nach der Sitzung.

Mittwoch, 13. September 2017

Brühl und Dourtenga beschließen eine Klimapartnerschaft

Mit einem einstimmigen Beschluss ihres Kultur-, Sport- und Partnerschaftsausschusses gab die Gemeinde Brühl am letzten Montag den Startschuss zu einem neuen Kapitel in der Beziehung zu ihrer afrikanischen Partnergemeinde Dourtenga in Burkina Faso/Westafrika. Der Gemeinderat in Dourtenga hatte wenige Tage zuvor in einer Sondersitzung seinem Bürgermeister ebenfalls erlaubt, eine solche Partnerschaft zu unterzeichnen.

Bürgermeister Dr. Ralf Göck hatte eingangs die Gäste aus Afrika, Bürgermeister Armand Abgas, und den Präsidenten des Jumelage-Komitees, Felix Daogo Segda, vorgestellt und willkommen geheißen. Göck und auch Abgas wiesen auf die Bedeutung des Klimawandels sowohl in Europa als auch in Afrika hin. Dies sei der Hintergrund für die beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit angesiedelte Gruppe „Engagement Global“, den Gemeinden über ihre Organisation SKEW („Servicestelle für die Kommunen in der Einen Welt“) eine verstärkte Zusammenarbeit in Sachen Klimaschutz zu empfehlen, was er gerne aufgegriffen habe, sagte Dr. Göck: „Wir wollen den Menschen eine Verbesserung ihrer Lebensqualität und eine Zukunftsperspektive im eigenen Land bieten“. Seit 2011 gebe es solche „Klimapartnerschaften“, berichtete die Projektleiterin Nadine Thoss von der SKEW in Bonn, die das Projekt in der Ausschusssitzung erläuterte. Zunächst werde ein gemeinsames Handlungsprogramm erarbeitet, das danach umgesetzt werden soll. Mögliche Handlungsfelder seien Erneuerbare Energien, Effizienz, Abfallmanagement, Klimafolgenanpassung und Bildungsarbeit. Die SKEW moderiere den Prozess und zahle die Reisekosten für mehrere Austausche, das (Fach)Personal stellen die beiden Gemeinden.

Aus dem Ausschuss erklärten Hans Faulhaber (CDU), Hans Zelt (SPD), Heidi Sennwitz (FW) und Ulrike Grüning (GLB), dass die Klimapartnerschaft eine gute Idee sei, denn der Klimawandel treffe Burkina Faso heftig. Fragen von Hans Hufnagel und Claudia Stauffer konnten beantwortet werden. Insbesondere gebe es keinen Stillstand in der Zusammenarbeit mit Dourtenga während der Erarbeitung des Handlungsprogramms für die Klimapartnerschaft. Projekte, z. B. im Bereich der Bildung, insbesondere auch der beruflichen Bildung, können weiterhin vom Förderkreis angepackt werden.

Mit der Teilnahme der beiden Gemeinden an der 6. Runde der bundesdeutschen „Klimapartnerschaften“ und mit dem sehr engagierten „Förderkreis Dourtenga“, der gleichzeitig seinen ersten klassischen Geburtstag feiert, denn er besteht seit 25 Jahren, zeigt die Hufeisengemeinde, dass alle etwas für eine zukunftsfähige und gerechte Welt tun können. Bei den Afrikatagen am 16. und 17. September in dem Kulturzentrum Villa Meixner gibt es viele Informationen zu der Arbeit des Förderkreises und der Gemeinde. Alle Veranstaltungen sind Teil der landesweiten Initiative „Meine. Deine. Eine Welt.“

Renate Dvorak (Förderkreis Dourtenga), Nadine Thoss von SKEW und Übersetzer Helmut Mehrer schauen zu, wie Bürgermeister Dr. Ralf Göck und Armand Abgas das “Memorandum of Understanding” unterzeichnen.

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