Seniorenweihnachtsfeier

Donnerstag, 27. Dezember 2018

Das Jahr 2018 aus Sicht der Gemeinde Brühl

Jahresrückblick von Bürgermeister Dr. Ralf Göck im Dezember 2018

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

ein scheinbar ruhiges Jahr liegt hinter uns – und doch ist vieles vorwärtsgegangen in Brühl und Rohrhof. Viele haben daran mitgewirkt. Herzlichen Dank dafür! Außerdem wird der lange und heiße Sommer in Erinnerung bleiben – er half mit, unsere Traditionsfeste zu schönen Erfolgen für alle Beteiligten zu machen, sowohl für die Organisa­toren als auch für die Gäste, alle hatten etwas davon. Das gilt auch für unsere Bäder, denn unser Freibad war gut besucht und im Hallenbad wurde weiter vieles saniert und die Umkleide erneuert.

Bürgermeister und Bäderleiter begrüßen über 104.000 Gäste im Freibad, hier Jennifer Megerle, 100.000. Gast, mit Geschenken

 

Drei gut besuchte Gesundheitsforen, die vor­weihnachtliche Feier für Ältere und zuletzt der wunderbare Weihnachtsmarkt rund um die Villa Meixner sind weitere Beispiele für die bei uns gelebte, gute Gemein­schaft!

 

Viele Kinder gestalteten das Programm der vorweih­nachtlichen Feier mit

 

Über 100 neue Kindergartenplätze in Brühl und Rohrhof …

… wurden 2018 geschaffen und die Plätze werden seit September genutzt: ein großer Neubau im Heiligenhag brachte zwei zusätzliche Kleinkind­gruppen und weitere Raume ermöglichen den Ganztagesbetrieb für alle vier Gruppen, was auch schon eifrig genutzt wird. Eingeweiht wurde weiter ein deutlich preiswerterer Containeranbau im Haus der Kinder, der eine Gruppe brachte. Und vor weni­gen Tagen wurde als erster Schritt hin zum Kinder­bildungs­zentrum „Schillerschule“ der kurzfristig be­schlos­sene, ganz neue „Sonnenschein-Kinder­garten“ mit zunächst zwei Gruppen im Schiller­schul-Pavillon eingeweiht, ebenfalls eine günstige Lösung.

Weiter gibt es noch freie Plätze in der Kindertages­pflege, die über den Rhein-Neckar-Kreis noch attraktiver für die Eltern gestaltet wurde, und für die Größeren in dem Feld- und Waldkindergarten. Viele Kinder kommen inzwi­schen aus dem Neubaugebiet „Bäumelweg“ und auch in den Reihen- und Doppelhäusern in dem Wohnpark „Schütte-Lanz“ leben viele und finden in Brühl jetzt schnell Betreuungsplätze.

Nur noch wenige Häuser werden dort fertiggestellt, so daß Brühl mit jetzt 14.450 Brühler und Rohrhofer wohl einen erfreulichen Höhepunkt des Bevöl­kerungswachstums erreicht hat. Dazu haben auch etwa 120 Flüchtlinge beigetragen, die bei uns wohnen, rund um das Rathaus, in Brühl-Mitte und in Rohrhof, also dezentral. Sie werden gut integriert, eine neue Integrationsmanagerin kümmert sich.

 

Klima- und Lärmschutz konzipiert

Nach dem Gemeinde­entwicklungskon­zept 2016 haben wir uns 2017/2018 mit einem „Klima­schutzkonzept“ grundsätzlich Gedanken gemacht, wie sich Brühl weiter ent­wickeln soll. Das Konzept wurde im Sommer beschlossen. Hier zeigte sich in der verhalte­nen Beteiligung der Bürger, daß sie wenige Probleme sehen, aber auch, daß Verwal­tung und Gemeinderat weiterhin Orientierung geben sollten. Die begonnene Lärmkartierung hatte mehr Resonanz, nur sind die Mittel gegen den Lärm begrenzt. Wir wollen in der Ketscher und Schwet­zinger Straße eine 30-Kilometer-Zone einrichten. Im Frühjahr 2019 soll ein Maßnahmenkatalog beschlossen werden. Schließlich beobachten wir den Übertragungsnetzbetreiber, ob er unserem Ansinnen, die zu ertüchtigende Stromleitung nach Osten hinter die Autobahn zu verlegen nachkommt. Weiter beendete die EnBW das Zeitalter der Dachständer, die meisten Leitungen liegen jetzt unter der Erde.

 

Für saubere Energie und Umwelt …

… wollen wir auf der Grundlage des Klimaschutz­konzepts und mit Hilfe unserer Partner, etwa der MVV, die umwelt­schonende Fernwärme fördern. Unser Umweltförderprogramm sieht hier auch Zuschüsse vor. Es wird vor dem Hintergrund des Klimaschutz­konzepts überarbeitet.

 

Das neue Teilstück des Radwegs zur Mannheimer Landstraße wurde eingeweiht

 

Dabei spielt auch das Fahrrad eine Rolle: Mit einem neuen Radweg, einer Rad-Servicestation sowie der Aktion „Stadtradeln“ haben wir 2018 begonnen, das Fahrradfahren verstärkt zu fördern. Das Stadtradeln 2019 beginnt am 17. Mai.

 

Für ein familien- und bildungsfreundliches Brühl …

… stehen auch drei Grundschul-Standorte und die beiden „Horte“. Sie sind bei den Eltern sehr be­liebt. Der Chor der Jahn-Schule glänzt immer wieder und der Schiller-Chor hatte bei der Altenfeier seinen Auftritt. Inzwi­schen bietet der „Hort an der Jahn­schule“ auf erweiterter Fläche sein Betreuungsan­gebot und der „Sonnen­schein-Hort“ an der Schillerschule erfindet sich immer wieder neu. Die Tierpädagogik sowie die Reflexintegration, die die Kinder um die Mittagszeit zur Ruhe kommen läßt, gehören dazu. Aufgrund dieser außergewöhnlich guten Nach­mittagsbetreuung zu günstigen, sozial gestaffelten Gebührensätzen kann auf die Einführung einer Ganztagsschule im Moment verzichtet werden. Allen am Schul­leben Beteiligten gebührt ein herzliches Danke­schön für ihre erfolgreiche Arbeit. Die Gemeinde trägt im Moment gerade wieder mit dem Totalumbau des Pausen­hofs bei der Schillerschule und mit der Einführung der Schulsozialarbeit an der Jahnschule bei.

 

Und wenn die Kinder größer werden, können sie in der Marion-Dönhoff-Realschule einen mittleren oder aber den Grundstock für einen höheren Bildungs­abschluß legen. Die Schülerzahlen dort steigen und auch dort finden immer mehr Nachmittagsangebote statt. Neben der großen BZ – Halle nutzt die Schule auch die neue Sporthalle-Süd bei den Wiesen­plätzen.

 

Der „Sportpark Süd“ ist seit Frühjahr …

… im Bau, nachdem im Januar Satzungsbeschluß war. Die Arbeiten an dem neuen Kunstrasen-Sportplatz im Norden der BZ-Halle als erstem Teil des „Sportpark Süd“ liegen noch im Zeitplan, so daß die Realschüler im Sommer 2019 dort schon fußballspielen können.

 

Gleichzeitig haben wir das Investorenauswahl­verfahren für die Wohnbebauung auf dem bisherigen Sportge­ländes am Schrankenbuckel gestartet: vier Bewerber erarbeiten Angebote. Dort werden dringend nötige Wohnungen für alle Generationen gebaut und so die Gegenfinanzierung des Sportparks sicher­gestellt.

 

Finanzen

Nach dem sehr guten Finanzjahr 2017 mit Über­schüssen kam es 2018 zu Entnahmen aus der Rücklage, weil neben dem millionenteuren Neubau des Heiligenhag-Kindergartens auch Sanierungen und die ersten Ausgaben für den Sportpark Süd zu Buche schlagen, und gleichzeitig erhebliche Gewerbesteuer-Rückzahlungen angefordert wurden.

Trotz zahlreicher Förderungen durch das Land und den Bund für das Sanie­rungsgebiet „Hauptstraße 2“ über den neuen Sporthallenboden in der Schiller­schule und die neuen Fenster in der Jahnschule, die uns bei den Investitionen helfen, steigen unsere laufenden Ausgaben. Hier sticht insbesondere die personal­intensive Kinderbetreuung hervor, die einen immer breiteren Raum in den jährlichen Aus­gaben einnimmt, während sehr familienfreund­liche Gebühren und ein im Gegensatz zu den Nachbar­gemeinden außerordentlich niedriger Grundsteuer­hebesatz die eigenen Einnahmen fast stagnieren lassen. Gut, daß uns von Bund und Land auch mehr Steueran­teile als in den Vorjahren zufließen.

Unsere Betreuung für Senioren ….

… und die Koordi­nierung des „Netzwerks für ältere und kranke Menschen“ haben wir intensiviert. Herz­lichen Dank an alle, die mitwirken. Bei dem stimmungs­­vollen Besuch aus Otterstadt oder bei dem toll besuchten Herbstfest in der Fest­halle und bei dem geselligen Fischessen beim Rohrhofer Fischerfest wird Jahr für Jahr deut­lich, dass sich die ältere Generation zahlenmäßig vergrößert. Wir grei­fen diese Situation auf, indem wir mehr barriere­freie Wohnungen bauen. Unser Mehrgenerationen-Spielplatz im Wiesengrund könnte allerdings mehr Besuch vertragen und Senioren zu der so wichtigen Bewegung verhelfen. Dies wurde auch beim 20. Gesundheitsforum wieder betont, und ist unter www.bruehler-gesundheitsforum.de nachzulesen.

 

Gesundheitsforum feierte 20. Geburtstag

 

Handel im Wandel

Die wohnungsnahe Lebens­mittel­versor­gung bleibt in Brühl und Rohrhof gesichert. Unsere Bäckereien und Metzgereien im Ortskern erfreuen sich guten Besuchs. Dennoch ist es wichtig, die verblie­benen Fachge­schäfte und diejenigen, die neu hinzugekommen sind, zu nutzen, wenn sie bleiben sollen. Die Aktionen unseres aktiven Gewerbe­vereins tragen dazu positiv bei. Der Kauf im Internet darf nicht zum Maß der Dinge werden!

 

Partnerschaften vertieft

Das 25. Jahr des Bestehens der Partnerschaft mit Weixdorf war ein besonderer Erfolg, denn nach dem guten Auftakt in Brühl 2017 fuhren 2018 drei Busse aus Brühl nach Weixdorf, so viel wie noch nie.

Bürgermeister Dr. Göck, und sein Amtskollege aus Weixdorf, Gottfried Ecke (re.) mit der Jubiläums-Torte von W. Gothe vor der Bühne in der Aula der Weixdorfer Mittelschule.

 

Im Sommer waren zum erstenmal die in unserer westafrikanischen Partnerstadt Dourtenga für die Klimapartnerschaft Zuständigen in Brühl. Wir haben das Handlungsprogramm weiterentwickelt. Ein fast familiäres Arbeits-Treffen mit Ormesson ergänzte das Partnerschaftsprogramm ebenso wie ein Spontan-Besuch des Bürgermeisters zum Arbeits­gespräch mit der neuen Schulrektorin und den Ormessoner Vereinen. Vertreten waren in Ormesson die Brühler Farben auch bei einer Weltkriegs-Ausstellung, beim Weihnachtsmarkt und beim 50jährigen Kirchenjubiläum.

 

Kollerinsel hat moderne Camping-Anlage

Eine gute Zusammenarbeit verbindet uns auch mit unserer linksrheinischen Nachbargemeinde Otter­stadt, die sich sehr für unsere Kollerinsel interes­siert – inzwischen gibt es deutliche Fortschritte beim „Inselcamping am Kollersee“.  Die Versor­gungs­gebäude sind ebenso in Betrieb wie die Wasser- und Stromversorgung der Häuser und Parzellen, so daß der Campingplatz bereits sehr gut frequentiert wird. Aufgrund von weiteren Bauver­zögerungen muß die offizielle Einweihung auf 2019 verschoben werden.

 

Vielfältiges Kultur- und Vereinsleben

Unser aufwändigstes Kulturprojekt, die Brühler Jugendmusik­schule leistet hervorragende Breitenarbeit und hat eine erfreulich gute Zusam­menarbeit mit dem Musikverein etabliert. Sie bringt Nachwuchs in dessen Jugend- und Sinfoni­sches Blasorchester. Der Musikverein erhält sein neues, größeres Domizil im Pfarrzentrum, das dazu von der Gemeinde derzeit umgebaut wird. Ein bunter Strauß von gut besuchten Kulturveran­staltungen sowie Kunst­ausstellungen mit regional bekannten und Brühler Künst­lern gab es in der Festhalle und in der Villa Meixner, die mit ihrem heimeligen Ambiente viele Gäste und die Künstler begeistert, zuletzt beim Weihnachtsmarkt, und noch einige Tage und Nächte mit ihrer famosen weihnacht­lichen Beleuchtung.

 

Den Brühler Vereinen zahlen wir inzwischen er­höhte Zuschüsse, weil wir für deren erfolgreiche Jugendarbeit dankbar sind. Die Gemeinde profitiert von ihr. Freiwillige Zuschüsse für Investitions­vor­haben und Anschaffungen der Vereine wurden ge­währt.

 

Dank an die Ehrenamtlichen

Mein Dank geht an alle, die unser Gemeinde­leben im ab­gelaufenen Jahr positiv mitgestaltet haben - sei es bei unserem Ferienfrei­zeit­programm im Sommer oder das ganze Jahr über in den Jugend­abtei­lungen unserer Vereine, wo der Schwerpunkt beim Sport lag. Dank gilt auch beiden Kirchenge­mein­den, die sich in der Ju­gend- und Senioren­arbeit, in der Nachbar­schafts­hilfe und bei der Hilfe für pflegende Angehörige enga­gieren.

Erwähnenswerte Initiativen sind auch die seit Jahren laufende Tombola des ASV Rohrhof bei seinem Fischerfest und die Einrichtung „Aktion 60 plus“, bei der Senioren unserer Gemeinde Schülern und Flüchtlingen durch Nachhilfe und Arbeitsgemein­schaften den Start ins Berufsleben erleichtern.

Zum erstenmal wurde 2018 unsere Freiwillige Feuerwehr zu mehr als 200 Einsätzen gerufen. Wir können stolz auf die junge Truppe sein, die das Hoch­was­ser zu Beginn des Jahres und die Hitze samt Flächenbränden und das Niedrigwasser am Ende meisterte, danke für den inzwischen fast täglichen Einsatz. Mit Stolz sicherte sie auch die Gedenkstunde aus Anlaß der Reichspogromnacht ab, war der Brühler Geschäftsinhaber Jakob Rhein doch selbst ein beliebter Feuerwehrmann.

 

Zum 80. Mal jährte sich das Gedenken an die Reichspogromnacht

 

Lobenswert ist auch die Beschäftigung unserer Freunde der Heimatgeschichte mit den Schwetzinger Wiesen, mit Bürgermeister iR Carl Pister im 1. Weltkrieg, mit der früheren Firma Görler (heute ist dort HIMA) und mit historischen Poesiealben.

All das hilft dabei, daß sich die Brühler und Rohrhofer hier wohlfühlen und sich mit ihrer Heimatgemeinde identifizieren.

Dazu tragen auch ein konstruk­tiver Gemeinderat und Jugendge­meinderat sowie meine Mitarbei­terinnen und Mitarbeitern im Rathaus und in den Außen­stellen gerne bei.

So wünsche ich an dieser Stelle allen Leserinnen und Lesern der „Brühler Rundschau“ frohe Weihnachten, und vor allem gute Gesundheit im neuen Jahr. Ich ermuntere Sie, bei schönem Wetter einen Spazier­gang durch unsere Gemeinde zu unternehmen -  es gibt einiges, von dem ich hier berichtete, zu entdecken. Bei schlechtem Wetter bietet sich dagegen der Besuch unserer stets aktuellen Webseite www.bruehl-baden.de an.

Herzlichst

Ihr Ralf Göck

 

Linktipp

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