v. l.: Helmut Mehrer, Gabriele Rösch, Renate Dvorak, Bürgermeister Dr. Ralf Göck, Klaus Krebaum und Lothar Ertl, allesamt auch engagiert im Förderkreis Dourtenga, nahmen den Scheck für den dritten Preis in Stuttgart entgegen.

Dienstag, 5. Dezember 2017

Dritter Preis für Brühler „Afrika-Tage“

Initiative „Meine.Deine.Eine Welt. 2017

Baden-Baden, Brühl, Dornstadt, Engen, Fellbach, Köngen, Karlsruhe, Lahr, Stuttgart und Ulm - diese baden-württembergischen Kommunen und ihre lokalen Eine-Welt-Initiativen wurden in diesem Jahr für ihr besonderes Engagement ausgezeichnet. Mit ihren Aktivitäten während der Eine-Welt-Tage im September und Oktober zeigten sie, dass jede und jeder etwas für gerechtere Lebenschancen weltweit tun kann. Die Preisverleihung im Neuen Schloss Stuttgart bildete den Abschluss der Initiative „Meine.Deine.Eine Welt. 2017“. Gisela Erler, Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung im Staatsministerium Baden-Württemberg, übergab die Preise im Zuge der feierlichen Preisverleihung: „Die von der engagierten Bürgerschaft im Land unterstützten entwicklungspolitischen Initiativen genießen einen exzellenten Ruf. Die Bürgerinnen und Bürger, zivilgesellschaftlichen Organisationen und die örtlichen Verwaltungen handeln pragmatisch, sehr motiviert und haben einen langen Atem“, lobte Erler alle 29 teilnehmenden Städte, Gemeinden und Landkreise, die sich 2017 mit rund 360 Veranstaltungen an dem Projekt beteiligt hatten.

„Entwicklungszusammenarbeit fängt nicht in Ländern des Globalen Südens an, sondern hier bei uns, direkt vor der Haustür, in den Kommunen“, sagte Philipp Keil, von der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ). Sie ruft alle zwei Jahre zur Initiative „Meine.Deine.Eine Welt.“ auf. „Dieses Projekt ist eine Erfolgsgeschichte, die wir dem hervorragendem Einsatz und unermüdlichem Engagement der Kommunen und ihren Bürgerinnen und Bürgern in Baden-Württemberg zu verdanken haben. Ihre zahlreichen und vielfältigen Aktionen haben uns gezeigt, wie kommunale Entwicklungspolitik vor Ort gelebt werden kann“, betonte Annette Turmann, Projektleiterin bei der SKEW, die das Preisgeld zur Verfügung gestellt hatte.

Die Jury, die aus Experten aus den Bereichen Kommunen, Bildung und Partnerschaftsarbeit bestand, legte bei der Bewertung besonderen Wert auf die lokale Vernetzung, die Ansprache verschiedener Zielgruppen, die Öffentlichkeitsarbeit und auf den modellhaften Charakter für andere Initiativen.

Die Gemeinde Köngen mit ihren knapp 10.000 Einwohnern gewann den Wettbewerb bei den kleinen Kommunen. Überzeugend war das abwechslungsreiche Programm mit 23 Veranstaltungen innerhalb eines Monats. 20 Gruppen und Vereine, Einzelhandelsgeschäfte, Kirchengemeinden und die Verwaltung bildeten ein breites Bündnis an Akteuren, das auch mit der Verwaltung gut harmoniert hatte. Mit sehr ansprechenden Flyern und Plakaten wurde zu vielen Veranstaltungen der zweitplatzierten Gemeinde Dornstadt eingeladen. Beispielsweise gestalteten Kinder insgesamt 1.001 Weltkugeln, die dann für einen guten Zweck versteigert wurden. Fußabdrücke mit Tipps für nachhaltiges Handeln wurden an vielen Ecken der Gemeinde aufgeklebt und erinnern daran, dass jede und jeder Verantwortung trägt. Engen und Brühl teilten sich Platz drei. Beeindruckend an Brühl war unter anderem die 20-jährige Partnerschaft mit Dourtenga in Burkina Faso. Das Jubiläum war Anlass, zwei Vertreter aus Westafrika einzuladen. Der Besuch war Teil der mehrwöchigen Brühler Afrikatage. Dabei wurde eine kommunale Klimapartnerschaft unterzeichnet und damit ein wichtiges Zeichen für die Zukunft gesetzt. Engen hat 10.000 Einwohnerinnen und Einwohner aus 70 verschiedenen Nationen. Dieser Reichtum wurde von den Bürgerinnen und Bürgern während der Initiative genutzt, so die Jury. Sie beschäftigten sich damit, welchen Einfluss die aktuellen politischen Ereignisse weltweit auf die lokale Bevölkerung haben.

Erste Gratulanten waren der Wahlkreisabgeordnete Manfred Kern, MdL aus Schwetzingen, und die Bundestagsabgeordnete Ute Vogt, die aus dem Rhein-Neckar-Kreis stammt und jetzt in Stuttgart lebt, die beide „wegen Brühl“ zu der Feierstunde gekommen waren. Der zweite Schwetzinger Landtagsabgeordnete Daniel Born gratulierte per Brief und MdB Dayal Bayaz per E-Mail.

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