Bürgermeister Dr. Ralf Göck begrüßt Marsha Figueroa (links)

Dienstag, 26. Juni 2018

Integrationsmanagerin Marsha Figueroa vorgestellt

Seit Anfang Juni unterstützt die Integrationsmanagerin Marsha Figueroa das Sozialamt der Gemeinde Brühl in der Flüchtlingsarbeit.

Im großen Sitzungssaal begrüßte Bürgermeister Dr. Ralf Göck  zu ihrer Vorstellung Vertreter der örtlichen Schulen, Horteinrichtungen und Kindergärten sowie zahlreiche Ehrenamtliche, die in Brühl Flüchtlinge begleiten und unterstützen, denn Integration gelinge nur, wenn viele Einrichtungen und Mitbürger und seine neue Mitarbeiterin zusammenwirken, so Göck, der die in der Erstaufnahme in Mannheim vorher tätige 39jährige Sozialpädagogin vorstellte. Marsha Figueroa gab einen Einblick zu Ihrem Tätigkeitsbereich und hob hervor, dass der Spracherwerb eine wichtige Zugangsvoraussetzung für die gelingende Integration darstellt. Neben der Vermittlung in Sprachkurse werden die Einzelfallberatung sowie individuelle Entwicklung von Integrationsplänen und Asylverfahrensberatung Schwerpunkte ihrer Arbeit bilden. Die gute Resonanz auf die Einladung ermutigte alle Beteiligten, dass hier der richtige Schritt in die Zukunft getan werde.

Als erste Projektarbeit in der Gemeinde wurde ein „Erstorientierungskurs für Frauen mit Kinderbeaufsichtigung“ vorgestellt. Der Spracherwerb gestaltet sich bei den zugezogenen Müttern oft schwierig, da eine Sprachkursteilnahme sich mit der Kinderbetreuung häufig nicht vereinbaren lässt. Ein Kursträger hierfür wurde bereits gefunden und sobald Fragen nach Räumlichkeiten und Finanzierung geklärt sind, kann die Projektarbeit bereits in den Sommermonaten beginnen.

Zu der Entscheidung von Bürgermeister und Gemeinderat, die Flüchtlinge dezentral in Brühl unterzubringen, fand neben Marsha Figueroa auch Jochen Zimmermann, aus dem Kreis der Ehrenamtlichen „Asyl in Brühl“, lobende Worte. Diese Vorgehensweise sei für die gelingende Integration sehr förderlich.

Um einen Überblick zur Aufgabenstruktur des Brühler Sozialamtes in der Flüchtlingsarbeit zu geben, informierte Marion Thüning zu den Aufgaben und  Abläufen. Bürgermeister Dr. Ralf Göck dankte seinen Mitarbeitern Thomas Weis und Marion Thüning, in diesem umfassenden Aufgabengebiet für die geleistete Arbeit. Derzeit werden in Brühl 126 Flüchtlinge in gemeindeeigenen Unterkünften betreut. Die Zahl werde zwar noch etwas steigen, „dafür verlassen andere unsere Gemeinde“, geht Göck von einer ziemlich konstanten Zahl aus. Er freute sich, dass mit Frau Figueroa das Team mit Unterstützung des Landes Baden-Württemberg erweitert werden konnte. Da die Flüchtlingsarbeit über Förderungs­zeiten hinaus ein Thema darstelle, entschied sich der Bürgermeister gegen die Fremdvergabe an einen sozialen Träger und erweiterte die Personaldecke der Gemeinde auch im Hinblick auf den Fachkräftemangel.

Die Anwesenden fanden im Anschluss ausreichend Zeit, um Fragen zu stellen, Schnittstellen zu ihrem Arbeitsbereich aufzuzeigen oder von den Erfahrungen mit Flüchtlingen zu berichten. So informierte Klaus Triebskorn  zur  „Fahrradwerkstatt“ aus dem Arbeitskreis „Asyl in Brühl“. Im Keller des Schillerschulpavillons können reparierte Fahrräder an alle Bedürftige der Gemeinde Brühl gegen einen kleinen Spendenbeitrag abgegeben werden. Weitere Informationen sind im Sozialamt erhältlich, auch unter www.asylinbruehl.de .

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