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Jochen Ungerer, Dr. Ralf Göck, Elmar Hörscher und Alfred Bauer bei der Übergabe der „Polizeilichen Kriminalitätsstatistik 2020“

Jochen Ungerer, Dr. Ralf Göck, Elmar Hörscher und Alfred Bauer bei der Übergabe der „Polizeilichen Kriminalitätsstatistik 2020“

Donnerstag, 20. Mai 2021

Straftaten weiterhin auf niedrigem Niveau

Brühler Polizei stellt Kriminalitäts- und Unfallbilanz 2020 vor

Niedriges Kriminalitätsniveau trotz erwartetem Anstieg

Mit 512 Straftaten in Brühl wurden im Jahr 2020 mehr Straftaten als im Vorjahr (395 Straftaten) registriert. Allerdings war das Vorjahr 2019 ein rekordverdächtiger Ausreißer nach unten, in welchem auch der Wohnungseinbruch nahezu zum Erliegen gekommen war. Insofern wurde mit einem statistischen Anstieg gerechnet. Dennoch verzeichnete Brühl im Jahr 2020 trotz des erwarteten Statistikanstiegs erneut ein sehr niedriges Kriminalitätsniveau. Dies war die gute Botschaft des örtlichen Polizeichefs, Polizeioberrat Hörscher, vom Polizeirevier Mannheim-Neckarau und dem Leiter des Polizeipostens Brühl, Polizeihauptkommissar Bauer, an Bürgermeister Dr. Ralf Göck und Ordnungsamtsleiter Jochen Ungerer bei der jährlichen Erörterung der Sicherheitslage im Brühler Rathaus. Unter Corona-Bedingungen und dem Hygienekonzept folgend wurde die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für Brühl für das Jahr 2020 besprochen.

Demnach lag die Kriminalitätsbelastung in Brühl, ausgedrückt mit der auf 100.000 Einwohner hochgerechneten Häufigkeitsziffer, bei 3.575 Straftaten und damit fast exakt im Schnitt der letzten fünf Jahre (3.566 Straftaten/100.000 EW). Im Vergleich dazu verzeichnete man im Jahr 2020, umgerechnet auf 100.000 Einwohner, im Rhein-Neckar-Kreis mit 4.303 Straftaten und im Stadtgebiet Mannheim mit 9.177 Straftaten eine deutlich höhere Kriminalitätsbelastung.

„Damit sollten wir dem Ziel, dass Kriminalität die Brühler Bevölkerung im Komfort auch weiterhin kaum beeinträchtigt, wieder relativ nahegekommen sein“, bilanziert Polizeioberrat Hörscher und blickt dabei exemplarisch auf das niedrige Niveau der Straßenkriminalität. Hierunter werden Straftaten erfasst, deren Tatbegehung im öffentlichen Raum geschieht und daher wahrnehmbar ist, weshalb sie zur Verunsicherung der Bevölkerung besonders beiträgt. Genau hier ist aber auch der polizeiliche Zugriff möglich. Dieser ist der Polizei in 2020 in mehrerlei Hinsicht gelungen:

Während die Straßenkriminalität mit 89 Fällen deutlich unter dem Fünfjahresniveau von 114 Fällen zurückblieb, konnte die Aufklärungsquote gesteigert werden. „Obgleich die Polizei im Corona-Jahr 2020 auch anderweitig ganz schön gefordert war, seien Täter gewarnt davor, dass sich Verbrechen auch weiterhin nicht lohnen“, mahnt Polizeihauptkommissar Bauer. Er verweist auf die 305 von 512 in Brühl begangenen Straftaten, die aufgeklärt und deren jeweiligen Täter im Zuge der Ermittlungen überführt werden konnten. Damit beträgt die Wahrscheinlichkeit, in Brühl nach der Begehung einer Straftat ertappt zu werden, fast 60 Prozent.

„Das niedrige Niveau der Kriminalität in Brühl und insbesondere der Straßenkriminalität zeigen, dass wir uns im Vergleich weiterhin zu den sehr sicheren Gemeinden in Baden-Württemberg zählen dürfen“, bilanziert Bürgermeister Dr. Göck zufrieden. Für Ordnungsamtsleiter Jochen Ungerer war es wichtig, die gute Zusammenarbeit mit der Polizei zu loben. Elmar Hörscher bedankte sich seinerseits: „Sofort nach seiner Ernennung hat Hr. Ungerer beim Hochwasser gut mitgewirkt“. Alfred Bauer erwähnte die gute Koordinierungsarbeit für die Vorbereitung auf den „sommerlichen Run“ auf den Kollerinsel-Strand.

Ergriffen: Laden- und Taschendiebe

Im Bereich der Diebstahlsdelikte insgesamt, welche traditionell den zahlenmäßigen Schwerpunkt des kriminellen Geschehens darstellen, war ein Anstieg an Straftaten zu verzeichnen. 152 Fälle (Vorjahr: 115 Fälle) wurden registriert, was insbesondere auf die gestiegene Anzahl von Laden- und Taschendiebstählen zurückzuführen ist. Ladendiebe werden oft von engagierten Ladendetektiven auf frischer Tat ertappt. Zeitweise wurden Ladengeschäfte in Brühl, Schwerpunkt Real- und Lidl-Markt, auch von reisenden Tätergruppen aufgesucht, die sich auf den Diebstahl aus den Taschen der Kunden spezialisiert hatten. Diese konnten von der Polizei letztlich ergriffen werden. Die Polizei rät dennoch immer zur Achtsamkeit: Taschen beim Einkaufen nie unbeaufsichtigt lassen und nach Möglichkeit verschließen!

Wohnungseinbrüche vermeiden durch Prävention

2020 wurde in sechs Wohnungen in Brühl eingebrochen, weitere fünfmal versuchten unbekannte Täter mutmaßlich vergebens über die Wohnungstür in eine fremde Wohnung einzusteigen. Im rekordverdächtigen Vorjahr waren nur 2 Wohnungseinbrüche zu verzeichnen gewesen, weshalb es 2020 im Vorjahresvergleich somit zu einem Anstieg kommt. Beim Fünfjahreshöchststand 2016 kam es zu 17 Fällen im Bereich des Wohnungseinbruchs und der Fünfjahresschnitt beträgt 10 Einbrüche im Jahr. Demnach befindet sich Brühl auch 2020 mit den vorgenannten Taten auf einem niedrigen Niveau. Dennoch widmet sich die Polizei dem Thema weiterhin schwerpunktmäßig und verzeichnete im Jahr 2021 - vielleicht auch deshalb - bis einschließlich April noch keinen Wohnungseinbruch.

Gegen ungebetene Gäste helfen generell technische Sicherungsmaßnahmen. Eine kostenlose Beratung ist erhältlich bei der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle des Polizeipräsidium Mannheim, Tel.: 0621/174-1212, 

Email: mannheim.pp.praevention.kbst@polizei.bwl.de

Darüber hinaus appelliert die Polizei, Türen und Fenster bei Abwesenheit ordnungsgemäß zu verschließen, um Gaunern keine Anreize zu bieten. Immer wieder sehen diese hierin ihre Chance.

Straßenkriminalität:

Bei der Straßenkriminalität sind 2020 in vielen Bereichen teils deutliche Rückgänge zu verzeichnen. Hierzu zählten z. B. Delikte wie Fahrraddiebstahl mit einem Rückgang von 20 auf 15 Fälle und Sachbeschädigung an Kraftfahrzeugen, die auf ein Fünfjahrestief gesunken sind. Waren es 2018 noch 82 Sachbeschädigungen an Kfz, sind 2020 nur 29 Fälle registriert worden. Sicherlich hat hierzu auch die hohe Polizeipräsenz zur Kontrolle der Einhaltung der Corona-Vorschriften beigetragen.

Körperverletzung

Bei den Körperverletzungsdelikten war statistisch im Bereich der leichten Körperverletzungen eine steigende Tendenz festzustellen. Die Anzahl der Taten sind hier im Vergleich zu 2019 von 36 auf 45 Taten angestiegen. Erklärbar ist ein Teil dieses Anstiegs nicht zuletzt durch die hohe Sensibilität der Polizei Mannheim bezüglich des Themas „Partnergewalt“. „Zu Körperverletzungen kommt es leider auch hinter den Haustüren“, konstatiert Polizeihauptkommissar Bauer. „Im Spätjahr 2019 wurde beim Polizeipräsidium Mannheim u. a. auch ein diesbezügliches Projekt zum noch zuverlässigeren Risikomanagement im Bereich der Partnergewalt implementiert“, erläutert Polizeioberrat Hörscher. Im Rahmen des Projekts seien die polizeilichen Handlungsansätze ausgebaut und spezielles Personal ausgewählt worden, das sich mit dem Thema intensiv befasse. Die Strukturen zur Bekämpfung der Partnergewalt wurden seitdem weiter optimiert und die Prozesse noch nachgeschärft. Neben einer Aufhellung des Dunkelfelds führte dies auch zu einem geänderten Anzeigeverhalten. Betroffene, zumeist Frauen, wissen, dass sie infolge einer Anzeige bei der Polizei umfangreichen Schutz und qualifizierte Beratung erhalten und vertrauten sich dieser vielfach an. Die Täter wurden demgegenüber in einzelnen Fällen mit intensiven Maßnahmen belegt, bis hin zur Verhaftung.

Vermögens-, Fälschungsdelikte und Sachbeschädigungen

Die Fallzahlen dieses Straftatenbereichs haben einen maßgeblichen Anteil am Anstieg der Gesamtstraftaten. Im Jahr 2020 wurden mit 121 Straftaten 32 Fälle mehr an Vermögens- und Fälschungsdelikten verzeichnet als im Vorjahr (89 Taten).

Zu den Betrugsdelikten zählen unter anderem der Waren- und Computerbetrug. Auch der Betrug mittels rechtswidrig erlangter unbarer Zahlungsmittel, z.B. wenn entwendete Kredit- und EC-Karten missbräuchlich verwendet werden. Hierunter fallen auch Folgetaten der bereits oben erwähnten Taschendiebstähle. Außerdem kam es zu 67 Sachbeschädigungen (Vorjahr 56 Taten), die sich eher diffus verteilten bzw. keinen Schwerpunkt erkennen ließen.

Kein Schulwegunfall, kein Verkehrstoter, weniger Verletzte

Im Verkehr konnte buchstäblich wieder das Leben geschützt werden. 252 Verkehrsunfälle wurden im Jahr 2020 in Brühl registriert und damit insgesamt sechs weniger als im Vorjahr. Bei 146 Unfällen war nicht einmal ein bedeutender Sachschaden zu verzeichnen. 14 Verkehrsteilnehmer, sechs weniger als im Vorjahr, wurden leicht und einer schwer verletzt. Wie im Jahr 2019 kam jedoch kein Verkehrsteilnehmer ums Leben.

Neun Radfahrer, ein Fußgänger, zwei Motorradfahrer und sieben Lkw-Fahrer waren an den Unfällen beteiligt.

Ein Schulwegunfall mit verletzten Schülern blieb ebenfalls aus wie im Vorjahr. Vielleicht haben hierzu auch die 2020 fortgesetzten Kontrollaktionen des Polizeipostens Brühl entlang der Schulwege beigetragen. Jedenfalls weist die Polizei Mannheim-Neckarau darauf hin, dass sie auch weiterhin unter Zuhilfenahme eigener Lasermessgeräte die Geschwindigkeit überwacht. 

Erfreulich ist abschließend auch, dass die Anzahl der angezeigten Verkehrsunfallfluchten erneut zurückgegangen ist. Trotzdem beträgt der Anteil dieser Fluchten mit 82 fast ein Drittel der Gesamtzahl der Unfälle. Die Polizei bittet hier um Zeugenhinweise, welche leider allzu oft ausbleiben.

Erfasste Straftaten

2020

2019

2018

Gesamt

512

395

594

Diebstahlsdelikte (insg.)

152

115

199

- Ladendiebstahl

45

25

42

- Fahrraddiebstahl

15

20

29

- aus KFZ

6

3

15

- Wohnungseinbruch

11

2

12

Körperverletzungen

55

49

44

Sachbeschädigungen

67

56

115

Rauschgiftdelikte

28

27

22

Betrug

90

70

73

Straßenkriminalität

89

87

162

Brühl ist mit über 14.000 Einwohnern eine der attraktivsten Gemeinden in der Mitte der Europäischen Metropolregion Rhein-Neckar im Städtedreieck Mannheim-Heidelberg-Speyer. Die Gemeinde bietet Raum für Menschen, die ruhig wohnen, die Naherholungsmöglichkeiten am Rhein sowie die gute ...

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