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Wolfram Gothe bei der Geschenkübergabe an Bürgermeister Dr. Ralf Göck

Wolfram Gothe bei der Geschenkübergabe an Bürgermeister Dr. Ralf Göck

Donnerstag, 23. Januar 2020

Vor 300 Gästen beim Neujahrsempfang 2020:

„Nachhaltig leben fordert uns alle!“

 

Der Männerchor der Chorgemeinschaft Brühl Baden unter der Leitung von Musikdirektor Hans Kämmerer und begleitet am Klavier von Vera Pfannenstiel umrahmte den festlichen Jahresauftakt

 

In seiner halbstündigen Ansprache wies Bürgermeister Dr. Ralf Göck bei den aktuellen Themen Klimawandel und „Nachhaltigkeit“ mit Brühler Beispielen nach, dass es vorangeht, wenn auch noch einiges zu tun bleibe. Mit seiner These, dass eben nicht „alles immer schlechter wird“ sei er in guter Gesellschaft, so Göck, denn das agora Institut Energiewende habe vor wenigen Tagen gemeldet, dass die Bundesregierung ihr Klimaziel 2020, nämlich die CO 2-Emissionen gegenüber 1990 um 40 Prozent zu reduzieren, 2019 fast schon erreicht habe. 2019 seien etwa 35 Prozent weniger emittiert worden. „Wir kommen doch voran. Wogegen ich mich wehre, ist das allgemeine „Nicht-Zur-Kenntnis-Nehmen“ von Erfolgen. Dabei regen doch Erfolge an zum Weitermachen, das kennt doch jeder von sich selbst.“

 

Klimaziele fast erreicht …

Die größten Potentiale sehe „agora“ beim Verkehr und bei der Gebäudeheizung, also an den Punkten, zu denen alle beitragen könnten: „Die meisten heizen zu Hause immer noch mit Öl oder Gas. Und trotzdem sind 35 Prozent von den anvisierten 40 Prozent erreicht. Es geht also voran.“ Wenn bald mehr Elektroautos führen „dann wären wir schnell bei 40 und bei 50 Prozent Reduzierung der Treibhausgase und hätten auch weniger Lärm und sogar ausreichend Parkplätze in den Straßen, weil man E-Autos eher in die Garage stellt als Verbrenner, wegen des Aufladens und wegen dem Energieverlust bei Kälte. Ich weiß wovon ich spreche, denn ich fahre seit anderthalb Jahren mal wieder einen Plug In Hybrid und bin jetzt 12.000 von 15.000 km elektrisch gefahren.“

Auch Brühl habe zu der gelingenden Stromwende beigetragen, „weil wir seit Jahren in den gemeindlichen Liegenschaften Öko-Strom mit Neuanlagenquote verwenden, übrigens auch für die beiden Ladesäulen für Elektroautos, an denen wir schon seit 2016 kostenlos Strom zapfen lassen. Wir waren die erste Gemeinde, die so die E-Mobilität gefördert hat. Weil wir Öko-Strom mit Neuanlagenquote bestellt haben, tragen wir als kleine Keimzelle z.B. dazu bei, dass auf hoher See Windräder aufgebaut werden. Mit unseren Solaranlagen auf dem Rathaus, auf dem Bauhof, auf dem Feuerwehrhaus, Kindergarten und Schule produzieren wir außerdem selbst seit Jahren Öko-Strom. Wir wollen 2020 auch das Dach der neuen Gemeindesporthalle mit Photovoltaik versorgen und appellieren an alle Bürgerinnen und Bürger sich auch solche Anlagen zu installieren, denn über die günstigeren Modulpreise und die möglichen Zuschüsse sind auf geeigneten Dächern auch kleine Anlagen wirtschaftlich zu betreiben.“

 

Die Sitz- und Stehplätze in der Festhalle waren gut belegt

 

Viele prominente Gäste

Sein Willkommensgruß galt Umwelt-Staatssekretär Andre Baumann aus Schwetzingen, Landtagsabgeordnetem Daniel Born von der SPD, und auch den Pfarrern Demal, Hundhausen-Hübsch und Bertsch, denen er ebenso für die Unterstützung in Sachen Kinderbetreuung dankte wie dem Dietrich-Bonhoeffer-Verein, der einen Waldkindergarten für über Dreijährige erfolgreich betreibe, der jetzt erweitert werden soll: „Wenn wir uns Menschen mit größerem Umweltbewusstsein wünschen, dann müssen wir das fördern, denn ein solcher Kindergarten ist eine Möglichkeit, Kinder in einem prägenden Alter dafür zu begeistern. Sie erfahren die Jahreszeiten intensiver als andere Kinder, sind einfach näher an der Natur.“

Stellvertretend für die CDU grüßte er den früheren Landtags­abgeordneten und Finanzminister Gerhard Stratthaus, Ehrenbürger in Brühl. Willkommen hieß er auch den Ehrenbürger und früheren Bürgermeister Günther Reffert und seinen langjährigen Stellvertreter Ehrenbürger Gerd Stauffer. Den anwesenden Gemeinderätinnen und Gemeinderäten um die Bürgermeisterstellvertreter Claudia Stauffer und Hans Hufnagel sowie die Fraktionsvorsitzenden Michael Till, Heidi Sennwitz, Roland Schnepf und Ulrike Grüning, den Amtsleitern Christian Stohl und Klaus Zorn und einzelnen Mitgliedern des Jugendgemeinderates um Sophie Falk galt ein ebenso herzliches Willkommen: „Vielen Dank für die gute, verantwortungsbewusste Zusammenarbeit, die auch in dem Jahr mit den Wahlen sehr vertrauensvoll war. Alle wissen, dass es um das Wohl der Gemeinde geht und gehen auch achtsam miteinander um.“

Weiter galt Göcks Gruß den Vertretern der Arbeitsagentur, die weiter eine niedrige Arbeitslosenzahl in Brühl meldeten (226 statt 222), den Rektorinnen der Schiller- und Jahnschule, Schmidt-Schulte und Groß, die mit Sanierungen, etwa in der Sporthalle und an den Fassaden und Fenstern sowie in den Außenbereichen weiter verbessert wurden.

 

Sportpark Süd kommt voran

Kurz ging er auch auf die Bedeutung von Sportanlagen für ein nachhaltiges Leben ein und begründete nochmals den Sportpark Süd, weil die bisherigen Vereinsanlagen FV Brühl marode seien und saniert werden müssten. Außerdem brauche der Fußballverein einen Platz mehr für die Jugendarbeit: „Und schließlich gab es Beschwerden aus der Nachbarschaft wegen Lärm- und Lichtbelästigung. Neue, stärkere Lichtmaste im Alfred-Körber-Stadion wären nicht drin gewesen. Daher gab es die Alternative „Sanierung der bestehenden Anlagen“ nicht, weil die Anlagen den Anforderungen nicht mehr genügen können“.

Trotz angespannter Finanzsituation könne Brühl sich den Sportpark Süd leisten, „denn wir erlösen einen passenden Betrag aus der Umwandlung der bisherigen Sportanlagen am Schrankenbuckel in ein Wohngebiet und wir brauchen derzeit in der Region Wohnungen. Die Immobilienpreise steigen im Moment noch. In einem Investoren­auswahlverfahren haben sich die Dossenheimer Bewerber Conceptaplan und FWD mit ihren Ideen und Entwürfen beim Gemeinderat durchgesetzt. Die Bebauung wird nachhaltig und autoarm erfolgen und wird die Gegenfinanzierung des Sportparks bringen. Wie im letzten Jahr angekündigt, haben wir auch mit den Nachbarn gesprochen und im Rahmen einer Bürgerbeteiligung wird das Konzept unter fachkundiger Begleitung weiter entwickelt. Es soll im Laufe des Jahres in einen Bebauungsplan überführt werden. „Nachhaltig bauen“ bedeutet für uns auch die gute Ausnutzung der Fläche mit einem hohen Anteil von Mehrfamilienhäusern. Unser Bauland reicht einfach nicht, um es nur mit Ein-Familien-Häusern zu bebauen. Und die Mehr-Familien-Häuser brauchen eine gewisse Größe, um die Aufzüge, Tiefgaragen und Dachbegrünungen für die Bewohner finanzierbar zu halten.

 

Wohnpark Am Schrankenbuckel wird geplant

Nach dem Umzug des Fußballvereins können ab 2022 die Erschließungsarbeiten beginnen. Von 2023 bis 2028 sollen dann sukzessive etwa 280 neue, barrierefreie, energetisch positive Wohnungen und etwa 60 Seniorenwohnungen, aber durchaus auch Arzt- oder Physiotherapiepraxen entstehen.

 

Grundsteuer erstmals seit 2006 erhöht

Obwohl aus diesem Großprojekt heraus keine Kosten zu befürchten seien, wies er auf hohe Gewerbesteuerausfälle 2018 und 2019 und das bei steigenden Personalkosten durch Tarifsteigerungen und Neueinstellungen hin, die hauptsächlich aus dem Bereich der Kinderbetreuung resultierten. „2018 konnten wir gerade noch die laufenden Kosten mit den laufenden Einnahmen decken, was, wie sich jetzt abzeichnet, in 2019 wohl nicht mehr gelang“.

Deswegen habe Brühl die Grundsteuer angehoben. Sie sei aber seit 2006 nicht mehr erhöht worden. In Nachbargemeinden liege sie schon seit 2010 auf der Höhe, auf die sie in Brühl erst jetzt angehoben werde: „Es war uns bewusst, dass wir damit alle Bürgerinnen und Bürger belasten, aber einen Trost haben wir alle: mehr als zehn Jahre lang haben wir deutlich weniger bezahlt als in den Nachbargemeinden.“

 

Förderungen, Zuschüsse, Energieberatung

Und er wies auf Förderungen und Zuschussmöglichkeiten für Umwelt-Investitionen hin: seit den 90er Jahren gebe es Umweltschutzrichtlinien, wonach um 25 Prozent verbilligte ÖPNV-Jahrestickets und das um 50 Prozent verbilligte Sozialticket, Zuschüsse für Photovoltaik- oder die Solarthermie-Anlagen gewährt werden. Ebenso würden der Ausbau von Heizöltanks beim Umstieg auf umweltfreundliche Wärmequellen, der Anschluss an die Fernwärme und vieles andere mehr gefördert, was es in anderen Gemeinden so nicht gebe. Auch wer sein Dach begrüne, ein kleines Blockheizkraftwerk oder eine Wärmepumpe anschaffe, könne sich fördern lassen, „was die erhöhte Grundsteuer übrigens sicher übertrifft.“

Deswegen sei für ihn die eingangs zitierte Meldung von „agora Energiewende“, nämlich dass wir die Klimaziele erreichen werden, angesichts ganz anderslautender Medien-Meldungen zwar überraschend, „aber angesichts unserer Aktivitäten seit den 90er Jahren eigentlich folgerichtig: 25 Jahre Investitionen in den Umwelt- und Klimaschutz, wie auch z. B. in unseren Gebäuden die Dämmung von Schul- und Rathausfassaden inklusive neuer Fenster, müssen sich ja irgendwann bemerkbar machen.“

An der Stelle dankte er dem ausscheidenden Energieberater Helmut Damian, der fast elf Jahre lang wöchentlich zwei Stunden Energieberatung zum Nulltarif angeboten habe: „Wenn wir ausrechnen würden, wie viele Bürger er dabei positiv motivieren konnte, etwas in Richtung Dämmung, Fernwärme, Solar- oder Photovoltaik zu tun, dann kämen da sicher einige tausend Tonnen eingespartes CO2 zusammen, zumal er auch sehr praktisch den Leuten bei der Antragsstellung bei den verschiedenen Zuschussgebern und auch bei der Umsetzung der Maßnahmen half“, lobte Göck.

„Nachhaltig leben heißt eben auch etwas tun: Als erstes die Politik, ganz klar, hier habe ich einen Teil der Gemeindeaktivitäten aufgezeigt, die stets auch mit Förderprogrammen des Bundes und des Landes kombinierbar sind. Und das muss weitergehen, ganz klar. Als zweites sind auch Gruppen und Vereine gefragt, die durchaus auch mal statt einer großen Busreise eine Fahrt mit dem Rad machen können wie die Gemeindeverwaltung bei ihrem letzten Betriebsausflug, und schließlich jede und jeder einzelne mit seinem Verbrauch an Kraftstoff beim Autofahren, mit seinem Verbrauch an Wärme und Strom zu Hause und mit seinem Engagement für Flächenschonung, gegen Bodenversiegelung und für den Artenschutz und nicht zuletzt auch für erneuerbare Energien auf seinem Grundstück, in seinem Haus, in seiner Umgebung“, fasste der Bürgermeister das Thema „Nachhaltig leben fordert uns alle!“ zusammen.

 

Dank an die Ehrenamtlichen

Am Ende seiner Rede widmete er ehrenamtlich Engagierten breiten Raum: die Brühler Feuerwehr um ihren jungen Kommandanten Marco Krupp hatte in 2019 erfreulicherweise keine Rekordzahl an Einsätzen zu bestehen, es waren statt über 200 im Vorjahr zuletzt 162: „Aber auch die wollen abgearbeitet sein, daher unser ganz herzlicher Dank an Euch!“. Die Feuerwehr sei wieder vom Brühler Roten Kreuz mit Dagmar Fritz an der Spitze sowie von der Polizei um den Chef des für uns zuständigen Reviers, Joachim Hörscher, und Postenführer Alfred Bauer bestens unterstützt worden.

„Für die vielen schönen Momente in dem beliebten Brühler Gemeinschaftsleben, nicht nur heute Morgen hier, sondern das ganze Jahr über in den Vereinen und Veranstaltungen danke ich unserem agilen und engagierten Vereins- und Veranstaltungsmanager Jochen Ungerer und allen ehrenamtlich Beteiligten aus den Vereinen, ihren Vorsitzenden und Vorstandsmitgliedern“, so der Bürgermeister, der auch Vertreter der Wirtschaft und der Naherholung grüßte und für ihren Einsatz lobte: „So grüße ich herzlich den Chef und Investor des „Inselcamping am Kollersee“, Günter Schmitt-Köhler. An seiner 4 Hektar großen Freizeit- und Campinganlage wird immer weitergearbeitet. 2019 wurden das Bistro und die Sanitärräume für den Badestrand eröffnet. Der Betrieb läuft und ergänzt die ruhige Naherholung in Brühl sehr gut. Hier auf unserer Kollerinsel kann sich die Region nachhaltig erholen, weil kaum weite Wege zurückzulegen sind. Viel Erfolg weiterhin! Hoffen wir, dass es gelingt, die Kollerfähre nicht nur aufrechtzuerhalten, sondern ihre Betriebszeiten zu steigern“.

 

Aus den Engagements im sozialen Bereich dankte er allen, die manche Not gelindert haben - gegenüber deutschen und einheimischen Familien und auch in der Flüchtlingsbetreuung. Selbstorganisierte Netzwerke unterstütze die Gemeinde, so Göck, ohne jedoch die Eigeninitiative der Beteiligten einzuschränken. Das gelte für die Brühler Nachbarschaftshilfe „genauso wie für die inzwischen 35 Mitglieder der Aktionsgemeinschaft 60 plus unter der nimmermüden Leitung von Helmut Mehrer, die Schülerinnen und Schüler, insbesondere mit Migrationshintergrund, helfen. Das „Netzwerk Brühl-Rohrhof - Angebote für alte und kranke Menschen“ und auch das „Brühler Gesundheitsforum“ koordinieren wir zusammen mit unserem fachlichen Berater Dr. Axel Sutter im Rathaus. Oder nehmen Sie Frau Maria Becker, die das katholische Altenwerk ebenso koordiniert wie seit 15 Jahren das Frauenforum der Volkshochschule, eine tolle Leistung. Wir alle können mithelfen, dass gegenseitige Achtung und Respekt unser Miteinander bestimmen“, zeigte sich der Bürgermeister begeistert von diesem Einsatz.

 

Auch die Zusammenarbeit mit den drei Partnerstädten funktioniere: „Bei Ormesson fällt mir der Schüleraustausch unter den Jugendlichen beider Gemeinden im Frühjahr ein, bei Weixdorf der stimmungsvolle Besuch hier“, erinnerte sich Göck, der außerdem von der Verabschiedung des Handlungsprogramms für die Klimapartnerschaft mit Dourtenga in 2019 sprach. 2020 solle auch ein Projekt „Ein Schüler, ein Baum“ im Zusammenwirken mit den Schulen in beiden Gemeinden angegangen werden.

 

„So leben wir dann auch weiterhin in einem attraktiven, sicheren Ort in der Metropolregion Rhein-Neckar. Brühl ist naturnah und verkehrsgünstig gelegen. Wir haben hervorragend sanierte Schulen und moderne Kindertageseinrichtungen. Wir bieten ein reichhaltiges Kulturprogramm, ein vielfältiges Vereinsleben, haben eine gute Lebensmittel-Nahversorgung und gute Verkehrsanbindungen sowohl auf Straßen wie auch auf der Datenautobahn. Brühl bietet eine hohe Lebensqualität für alle Schichten und Gruppen, sonst hätten wir keinen Zuzug. Wir sind übrigens wieder 50 Einwohner stärker als im letzten Jahr, liegen jetzt ziemlich genau bei 14.500 Einwohnern. Uns allen geht es gut, jedenfalls besser als den meisten Menschen auf der Welt. Wir werden alles tun, damit die angenehmen Lebensbedingungen links und rechts am Rhein erhalten bleiben“, versprach Göck und dankte seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihren Einsatz.

 

Dank gelte der Schwetzinger Zeitung für ihren Jahresrückblick, aber auch den anderen Presse-Organen „für das Interesse, das Sie unserer Gemeinde beobachtend entgegenbringen. Wir werden weiterhin Ihre Arbeit unterstützen wie immer es möglich ist“, schloss der Bürgermeister seine mit Beifall bedachte Rede ab, nicht ohne allen ein gutes und erfolgreiches Jahr 2020 zu wünschen: „Ich wünsche mir auch, dass wir im Gespräch bleiben, dass Sie Erfolge anerkennen und dass wir erst neue Forderungen stellen, wenn Bilanz über das Erreichte gezogen ist. Nur so können wir unsere Gemeinschaft in unserer schönen Heimatgemeinde pflegen und weiterentwickeln“.

 

Die „Macher“ der Chorgemeinschaft Brühl Baden hörten Dankesworte des Bürgermeisters: Vorsitzender Gerd Scherer, Dirigentin ChorNess und LadyPur Vera Pfannenstiel und Dirigent Männerchor Hans Kämmerer (v.l.n.r)

 

Grußwort Vereinsvertretervorsitzender

Wolfram Gothe berichtete vieles von dem Gemeinschaftsleben des vergangenen Jahres und blickte auf Feste und Feiern in 2020, aber auch auf ein Jahr der Veränderungen. So habe sich nach 25 Jahren die DLRG-Ortsgruppe aufgelöst, aber auch die katholische Frauengemeinschaft und der Frauensingkreis hätten ihr Ende beschlossen. Zu dieser turbulenten Entwicklung gebe es aber auch andere Signale: Nach dem Aus von „Fine Art Music“ wolle „Made 4 Music“ an alte Erfolge anknüpfen und die Chorgemeinschaft entwickle sich unter der Leitung ihres Motivationsmotors, Gerd Scherer, sehr erfreulich. Viel Lob gab es zu den Jubiläen 125 Jahre Schutzengelkirche, elf Jahre Goggelzunft und Jugendelferrat sowie 40 Jahre Ferienfreizeitprogramm – übrigens wurde auch 66 Jahre Brühler „Kollerkrotten“ gefeiert.

Wolfram Gothe unterstrich, dass die 76 Vereine der Gemeinde mit ihrem breitgefächerten Unterhaltungs- und Informationsprogramm eine „große Stütze unserer Freizeitkultur sind, und verhelfen uns zu einem repräsentativen Erscheinungsbild“. Dies zeige sich auch in einer Vielzahl von Festen und Veranstaltungen im Ort, die Gothe kurz in Erinnerung rief.

Doch auch das noch junge Jahr habe einiges zu bieten, verriet er namens der Interessengemeinschaft, denn schon jetzt gebe es runde Geburtstage von Gruppen zu vermelden. So würde das katholische Altenwerk – jetzt heißt es Forum Älterwerden – 50 Jahre alt, der Verein für Heimat- und Brauchtumspflege 25, der Tennisclub 55 und die Frauenselbsthilfegruppe 40 Jahre alt.

 

Verlässlich und hilfsbereit

Gothe betonte, dass „wir alle auf die Verlässlichkeit und Hilfsbereitschaft unserer Vereine auf gutem Niveau und in hoher Qualität stolz sein dürfen, als Visitenkarte einer lebendigen Gemeinde“. Deshalb gebe es auch stets fließende Fördergelder der Kommune zur Unterstützung der gemeinnützigen Arbeit. Um das fortzuführen sei aber die Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung der Vereine notwendig – ein leuchtendes Beispiel dafür sei das Rohrhofer Fischerfest, da werde unterstützt, „ob bei der Standbesetzung, beim Bühnenprogramm oder durch die Teilnahme am „Rohrhofer Abend“. Denn das Rohrhofer Fischerfest soll erhalten werden.

Mit einer Brühler Kollerkrott, eine „Kaulus Quappus Animalis“, aus Edelstahlblech, angefertigt von dem Rohrhofer Künstler Winfried Rauscher, überraschte der Vereinsvertretervorsitzende Wolfram Gothe (re.) diesmal den Bürgermeister.

Weiter möchte Gothe das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Vereine gestärkt wissen: „seinem Hobby gemeinsam nachgehen, Einsamkeit überwinden, Freundschaften schließen, vielleicht den Lebenspartner finden“, diese positive Einstellung müsse die Vereinsführung den Mitgliedern vermitteln, schloss Gothe, nicht ohne gute Wünsche an alle für das Neue Jahr 2020.

 

Brühl ist mit über 14.000 Einwohnern eine der attraktivsten Gemeinden in der Mitte der Europäischen Metropolregion Rhein-Neckar im Städtedreieck Mannheim-Heidelberg-Speyer. Die Gemeinde bietet Raum für Menschen, die ruhig wohnen, die Naherholungsmöglichkeiten am Rhein sowie die gute ...

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