28.05.2024

34. Gespräch mit der Wirtschaft

Viele Unternehmen und Gäste kamen zum 34. Gespräch mit der Wirtschaft
Bild vergrößern
Viele Unternehmen und Gäste kamen zum 34. Gespräch mit der Wirtschaft

Tiropatrans beeindruckt mit Firmenkonzept

Gut besucht war das 34. Gespräch mit der Wirtschaft, ein beliebtes Veranstaltungsformat, das Bürgermeister Dr. Ralf Göck 1999 begründet, aber während Corona ausgesetzt hatte: „Ich brauchte Stefan Ziehl bei meinem jüngsten Besuch nicht lange überreden, Gastgeber für die anderen Unternehmer zu sein“, meinte Bürgermeister Dr. Ralf Göck in seiner Begrüßung des gut besuchten Unternehmertreffens bei Geschäftsführer Stefan Ziehl und seiner Tiropatrans Baden GmbH an der Anton-Langlotz-Straße. Auch der Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar-Odenwald, Andreas Kempff, Rolf Koch von der Wirtschaftsförderung der Handwerkskammer Mannheim, Dr. Anja Brandt von der Wirtschaftsförderung des Rhein-Neckar-Kreises, Regionaldirektor Markus Fissl von der Sparkasse Heidelberg und Firmenkundenberater Andreas Ebner von der Vereinigten VR Bank Kur- und Rheinpfalz waren ebenso gerne dabei wie die Bürgermeister-Stellvertreter Claudia Stauffer (FW) und Hans Hufnagel (SPD), sowie die Fraktionsvorsitzenden Heidi Sennwitz (FW), Gabriele Rösch (SPD), Ulrike Grüning (GLB) und Gemeinderat Peter Frank (GLB).

Brühler Firma seit 1977 im Geschäft

Firmenchef Stefan Ziehl stellte das Unternehmen vor, das sein Bruder Sascha und er von ihrem Vater Klaus Ziehl übernommen haben und präsentierte den Gästen Werdegang, Managementziele, Marktanteile, Vertriebsgebiet, Erfolgsfaktoren und Erfahrungswerte. 1977 wurde der Grundstein für die erfolgreiche Vertragswerkstatt für Volvo-Trucks gelegt. Mit der Zusammenführung von Volvo- und Renault-Trucks hat sich das Unternehmen im Laufe der Jahre weiterentwickelt. Seit August 2014 ist Tiropatrans offizieller Renault-Trucks-Vertragspartner und bietet mit neuester Technik sowie modernem Bremsenprüfstand alles rund um Wartung, Reparatur und Service, dazu gehören regelmäßige Inspektionen, Ölwechsel, Bremsenprüfungen und Reparaturen von Motoren, Getrieben und Aufhängungen. Die Trucks seien heutzutage mit Software ausgestattet, die via Satellit zwischen Fahrzeug und Vertragswerkstatt kommunizieren und Fehlermeldungen direkt an die Werkstatt übermitteln. Von dieser Kommunikation bekommt der Fahrer selten etwas mit, wird aber dann von der Vertragsfirma über die Mängel informiert. Seit ein paar Jahren verkauft Tiropatrans zudem auch Zugmaschinen.

Die Aktiven des Abends vor dem Volvo E-Truck: Serkan Sönmez, Dr. Ralf Göck und Stefan Ziehl    Bild Widdrat

Lösungsorientiert und innovativ mit motivierten Mitarbeitern

Die Zufriedenheit der Kunden stehe an erster Stelle, wies Ziehl auf die qualifizierten und motivierten Mitarbeiter hin. Tiropatrans habe auch eine starke Tradition in der Ausbildung. Der Betrieb lege Wert darauf, dass alle Mitarbeiter Eigenverantwortung übernehmen und lösungsorientiert arbeiten, mit dem Ziel, gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Sie seien stets bestrebt, sich durch den Einsatz neuester Technologien und Weiterbildungsmaßnahmen zu verbessern, um den Kunden einen qualitativ hochwertigen Service zu bieten. Nachhaltigkeit und Digitalisierung gingen Hand in Hand. In den kommenden Jahren sollen die Marktanteile erhöht und die Kundenbeziehungen vertieft werden. Ein E-Lastwagen der Marke Volvo stand auch in der Halle. „Wir haben die Ambition auf Wachstum“, sagte Ziehl, der von dieser neuen Antriebsart überzeugt ist und bereits 100 Stück verkauft hat. „Deutschlandweit fahren inzwischen knapp über 250 solcher Fahrzeuge, ca. 20 haben wir bereits an unsere Kunden übergeben, die restlichen 80 kommen im Jahr 2024 /2025“, ergänzte der Geschäftsführer. Betriebsleiter Serkan Sönmez führte die Gäste über das Firmengelände und wies auf den 150 kw-Schnelllader und die 160 kw peak-Photovoltaikanlage auf dem Dach hin, aber auch auf Platznöte, die man mit dem Neubau einer Halle lösen wolle. 

Brühl laut Göck ein guter Wirtschaftsstandort

Nach einem Imbiss und Getränken vermittelte Bürgermeister Dr. Ralf Göck noch Aktuelles und Wissenswertes aus der Brühler Wirtschaftswelt. Grundstücke für die Gewerbeansiedlung zu kennen, gute Rahmenbedingungen, eine gute Infrastruktur und Erreichbarkeit mit Glasfaser an jedem Grundstück sowie die Möglichkeit, sich mit grüner Wärme zu versorgen, „vielleicht auch ein begrenzter Gewerbesteuerhebesatz“, eine gute Wohnungssituation für neue Mitarbeiter und das passende Standortmarketing sind für ihn Bausteine für eine erfolgreiche Wirtschaftsförderung. Im Wesentlichen erfülle die Hufeisengemeinde diese Anforderungen.

Göck ging auf den aktuellen Wohnungsbau in der Albert-Einstein-Straße und am Schrankenbuckel ein, auf das Sportzentrum im Süden der Gemeinde, die Vereinsarbeit, die vielfältigen Freizeitangebote sowie die Kinderbetreuung in Schulen und Kindertagesstätten: „Alles zusammen sind das die Standortfaktoren zu Ihrem Vorteil und gut für Ihre Mitarbeiter und deren Familien.“

Nur mit den Grundstücken werde es schwierig, besonders nachdem das Schütte-Lanz-Areal jetzt erschlossen und fast alle Flächen verkauft seien. Der Rathauschef blickte in die Zukunft. Er freue sich auf die Einweihung der renovierten Luftschiffhallen sowie die Neueröffnung des Scheck-in-Centers im früheren Real-Markt.

„Brühl bietet sehr viel und mit diesem Format möchten wir es dem interessierten Gewerbe ermöglichen, Schnittstellen zueinander zu finden und vielleicht tun sich auch Möglichkeiten auf, von denen man gegenseitig profitieren kann“, führte Göck aus und machte noch Werbung für das neue Magazin zum Unternehmernetzwerk Metropolregion Rhein-Neckar und die Klimaschutzangebote des Rhein-Neckar-Kreises für Unternehmen, auf die auch Dr. Brandt vom Rhein-Neckar-Kreis kurz einging. Rolf Koch von der Handwerkskammer wies auf die kostenlosen Betriebsberatungen für seine Mitglieder hin und am Ende galt der Dank den Gastgebern für den freundlichen Empfang vor Ort: „Sie haben Ihr Geschäft mit viel Teamgeist und Nähe zu Ihren Mitarbeitern gut ausgebaut, Glückwunsch zu dieser tollen Entwicklung.“

Viele Unternehmen und Gäste kamen zum 34. Gespräch mit der Wirtschaft   Bild: Widdrat