09.01.2023

Enormer Zulauf beim Rathaussturm 2023

Rathaussturm 2023
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Rathaussturm 2023

Brühler Kollerkrotten und Rohrhöfer Göggel nahmen Bürgermeister Dr. Ralf Göck den Rathausschlüssel ab

Mit einer großen Streitmacht zogen die beiden örtlichen Karnevalsvereine am Dreikönigstag pünktlich um 11.11 Uhr vor das Brühler Rathaus, „um es schnell einzunehmen“, wie es „Göggel“-Präsident Christian Nordheim formulierte, „denn wir freuen uns auf ein tolles Buffet wie im letzten Jahr“. Doch da hatte er sich getäuscht. Weder ging es schnell noch gab es ein Buffet wie in der Pandemiezeit, als man sich im ganz kleinen Kreis traf.

So langsam kehrt auch bei der Fasnacht wieder die Normalität ein und die heißt beim Rathaussturm „Glühwein und Hufeisen-Gebäck für die Großen, Limo für die Kleinen“. Und schnell ging es schon deshalb nicht, weil der fasnachtlich gewandete Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr gut aufgelegt und von Kollerkrotten Interims-Sitzungspräsident Dirk Mehrer eingangs zu weiteren musikalischen Leistungen angestachelt worden war. Die Fasnachter hatten auch wenig Glück beim Erraten der Scherzfragen. So kannte Michèle I. nicht den Unterschied zwischen einem Diamanten und einem Stein („Einstein ist schlauer“). Wie man denjenigen nennt, der Geld zum Fenster rauswerfe, das meinte eine Ex-Tollität zu wissen: „Göck!“ rief sie zum Gelächter der Gäste. Die richtige Antwort wäre „Scheinwerfer“ gewesen …   „In Brühl müssen die Vereine halt etwas leisten, bevor sie gefördert werden“, erklärte Göck unter dem Nicken seiner Stellvertreterin Claudia Stauffer, Fraktionsvorsitzendem Selcuk Gök sowie den Gemeinderätinnen und -räten Ursel Calero, Gabriele Rösch, Peter Frank, Wolfgang Reffert und Klaus Pietsch, die mit ihm die Festung Rathaus verteidigten.

Beim Kampf um den Rathausschlüssel auf der Rathaustreppe: Links die Verteidiger aus dem Gemeinderat und der Verwaltung rund um Bürgermeister Dr. Ralf Göck und rechts fordern die Lieblichkeiten Michèle I., Melanie Jasmin I. und Angelina I. das Brauchtum ein. (Foto: Lenhardt)

Nach einigem Hin und Her und drei beantworteten Scherzfragen öffnete sich die Tür und der Bürgermeister wünschte allen eine muntere, erfolgreiche Kampagne 2022/2023 und ein gutes neues Jahr. Er hatte auch Blumengutscheine und Erinnerungsgeschenke für die Lieblichkeiten dabei. Diese wiederum sagten ihre Mottos auf, wobei sie anmerkten, dass der Bürgermeister nicht seine Narrenkappe trage. Bei der Ordensübergabe hatte er sie wieder am rechten Fleck, spenden muss er trotzdem …

Die närrische Übermacht aus „rot“ und „blau“ samt ihren Lieblichkeiten Michèle I. mit schimmerndem Diamant von den Brühler Kollerkrotten sowie Melanie Jasmin I. mit Karnevalistischem Herz und Angelina I. außer Rand und Band von den Rohrhöfer Göggeln, die auch ihre Goggel-Zunft mitgebracht hatten, war einfach zu groß, um dem Ansturm ernsthaft etwas entgegenzusetzen.

Schließlich gab es Orden von den beiden Vereinen an Gemeindeoberhaupt und -räte. Der Feuerwehr-Spielmannszug unter der Leitung von Andreas Schliesser begleitete alles mit schmissigen Tönen und kam auch mit durch das Rathaus in den „Ratshof“, wo diesmal die Versöhnung zwischen Siegern und Besiegten stattfand und diesen ersten Höhepunkt der fünften Jahreszeit harmonisch abschloss.