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Carsten Sauder (rechts) und Stefan Balzer (Mitte) zeigen einer Gäste-Gruppe um Bürgermeister Dr. Göck (links) das höhenverstellbare Pflegebett

Carsten Sauder (rechts) und Stefan Balzer (Mitte) zeigen einer Gäste-Gruppe um Bürgermeister Dr. Göck (links) das höhenverstellbare Pflegebett

Mittwoch, 12. Juli 2017

Zum 32. Mal mit der Wirtschaft im Gespräch

Vom Betten und Pflegen

Beim 32. Brühler Wirtschaftsgespräch besuchten Verwaltung und Fraktionsvertreter erstmals eines der beiden privaten Altenheime: Die seit 2000 in Brühl ansässige Pro Seniore Residenz präsentierte sich als modernes Haus mit unterschiedlichen Pflege-Angeboten und 128 (belegten) vollstationären Betten. Zunächst führte Residenzberater Carsten Sauder in das Thema ein, um dann bei einem Rundgang durch das vierstöckige Haus neben den Räumen für verschiedene Therapieformen auch ein Bewohnerzimmer in seiner Grundstruktur zu zeigen. Das moderne, sehr weit höhenverstellbare Pflegebett wurde vorgeführt, was die Mitarbeiter bei der Pflege entlaste: „Dennoch suchen wir stets dringend Fachpersonal“, so Residenzleiter Stefan Balzer, der eingangs 25 Unternehmer und Gemeinderäte um Bürgermeister Dr. Ralf Göck begrüßte, der diese Gesprächsreihe vor Jahren initiiert hat.

Die Bedeutung der „Pflege“ war nach wenigen Schaubildern klar: Gerade mal knapp über 80 ist das Durchschnittsalter der Bewohner, die demnächst das Recht auf ein Einzelzimmer haben. Dies in Verbindung mit den ankommenden geburtenstarken Jahrgängen werde zu einer enormen Nachfrage nach weiteren Heimen führen, ist sich Sauder sicher. Insoweit bleibt das Pflegeheim ein lohnendes Investment. Bei dem Rundgang zeigten Stefan Balzer und Carsten Sauder die Leistungsvielfalt der Brühler Pro Seniore Residenz auf. Neben der stationären Langzeitpflege bietet die Seniorenresidenz eingestreute Kurzzeitpflegeplätze an. Diese sind besonders bei Verhinderung oder Urlaub der Pflegeperson geeignet, auch als Überbrückung bis zur Klärung des weiteren Aufenthaltes des zu Pflegenden, oder auch einfach um die Einrichtung kennenzulernen. Ein vielfältiges Betreuungsangebot mit Gruppen- und Einzeltherapien, jahreszeitlichen Veranstaltungen und regelmäßigen Ausflügen ergänze das kompetente, fürsorgliche und freundliche Pflegeangebot.

Im Dachgeschoß warfen die Gäste auch einen Blick auf das benachbarte Wohn- und Gewerbegebiet Schütte-Lanz, wo derzeit vier Mehrfamilienhäuser entstehen, und Frank Ullrich von Haus+Co gab den aktuellen Sachstand wieder. Während es eine hohe Nachfrage nach Einfamilien-Häusern und eine gute Nachfrage nach Wohnungen gebe, bleibe das Gewerbe etwas zurück, drei von zehn Grundstücken würden aber demnächst bebaut. Derzeit plane man in enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz die Nutzung der großen Luftschiffhalle mit kleineren Geschäftsparzellen in den „Seitenschiffen“, während die Haupt-Halle tagsüber als Parkplatz und abends für Veranstaltungen genutzt werden könne.

In seinem Resümee berichtete Bürgermeister Dr. Ralf Göck vom wirtschaftlichen Aufschwung, der jetzt auch Brühl und sein Gewerbe erreicht habe: dies bemerke man nicht nur an steigenden Gewerbesteuereinnahmen, und das trotz sehr günstigem Hebesatz. Es werde auch im Ortskern viel gebaut, Firmen wollten expandieren und neue Wohnhäuser entstünden. Zufrieden zeigte sich Göck mit der Versorgung mit dem „Wohnen im Alter“, denn es gebe hier etwa 40 altengerechte und 80 „betreute“ Wohnungen, dazu 300 Plätze in zwei Pflegeheimen. Die Nachfrage nach Wohnraum sei weiterhin hoch, weshalb auch die Umsiedlung des FV Brühl in den Süden der Gemeinde Sinn mache, dessen Gelände dann in ein paar Jahren für Wohnraum zur Verfügung stehe. Wer und wie das bebaut werden soll, das werde über ein Investorenauswahlverfahren entschieden, das Ende Juli starte.

Brühl ist mit über 14.000 Einwohnern eine der attraktivsten Gemeinden in der Mitte der Europäischen Metropolregion Rhein-Neckar im Städtedreieck Mannheim-Heidelberg-Speyer. Die Gemeinde bietet Raum für Menschen, die ruhig wohnen, die Naherholungsmöglichkeiten am Rhein sowie die gute ...

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