Lesen für die Freiheit!
- 09.10.2026
- 09:00 Uhr - 12:00 Uhr
- Gemeindebücherei Brühl , Ormessonstraße 3, 68782 Brühl
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Ausstellung „Verbotener Bücher“ im Rahmen der Banned Books Week
vom 04. bis 10. Oktober 2026
Eine gemeinsame Initiative von:
Gemeindebibliothek Ilvesheim, Gemeindebücherei Heddesheim, Stadtbibliothek Ladenburg, Gemeindebücherei Brühl/Baden, Bücherei Plankstadt, Gemeindebücherei Altlußheim, Gemeindebücherei Oftersheim, Gemeindebücherei Ketsch, Stadtbibliothek Schwetzingen
Die eingangs genannten öffentlichen Bibliotheken setzen mit ihrer Teilnahme an der Banned Books Week 2026 ein Zeichen für Vielfalt und Meinungsfreiheit, Respekt und Toleranz. Denn gerade Bibliotheken stehen für den freien Zugang zu Wissen und Information und bieten so allen Nutzerinnen und Nutzern die Möglichkeit, sich selbst eine Meinung zu bilden. In Deutschland ist die Meinungs-, Informations-, Presse-, Rundfunk- und Filmfreiheit sowie die Freiheit von Kunst und Wissenschaft durch den Artikel 5 des Grundgesetzes garantiert. Grundlegend ist das damit verbundene, für alle geltende Recht, sich ungehindert aus allgemein zugänglichen Quellen informieren zu dürfen. Diese Freiheit war in Deutschland während der Zeit des Nationalsozialismus massiv eingeschränkt: 1933 wurden in Deutschland im Rahmen der Aktion „Wider den undeutschen Geist“ in Berlin und an 18 weiteren Universitätsstandorten Bücher verbrannt.
Die heute in Deutschland durch das Grundgesetzt garantierte Freiheit, auch ehemals verbotene Bücher, lesen zu dürfen, gilt nicht in allen Ländern. Vielerorts werden Bücher aus Bibliotheken oder Bildungseinrichtungen verbannt. Gerade in den Vereinigten Staaten von Amerika steigt die Zahl verbotener Bücher in den letzten Jahren rasant. Aus politischen, gesellschaftlichen und moralischen Gründen werden jedes Jahr tausende Bücher besonders aus Schulbibliotheken entfernt. Dagegen wendet sich seit 1982 die „Banned Books Week“, organisiert von der American Library Association (ALA) vgl. dem Deutschen Bibliotheksverband. Die jährlich im Herbst stattfindende Kampagne verteidigt das Recht auf freien Zugang zu Information.
Nur wer freien Zugang zu Informationen erhält, wird befähigt, diese einzuordnen. Nur so erhält sich eine demokratische Gesellschaft die Kompetenz kritisch und reflektiert miteinander zu diskutieren, unterschiedliche Meinungen auszuhalten, zu hinterfragen und gesellschaftlichen Herausforderungen zu begegnen.
Unsere Ausstellung „Lesen für die Freiheit“ zeigt ausgewählte Bücher aus dem Bestand der Bibliotheken, die in verschiedenen Teilen der Welt verboten waren oder aktuell verboten sind. Die beispielhafte Kennzeichnung dieser Bücher im Bestand macht den freien Zugang zur Literatur für alle Besucherinnen und Besucher direkt erfahrbar: Sie halten ein Stück dieser Freiheit in ihren Händen!
Ausstellungszeiten in Brühl:
05.10.2026: 10-12 und 14-18 Uhr
07.10.2026: 12-19 Uhr
09.10.2026: 9-12 und 14-17 Uhr